Posener Hallen

Am Samstag waren wir auf einem Flohmarkt, besser gesagt in einem Flohmarkt, denn der findet in Hallen statt, in den Posener Hallen. Toll kann ich nur sagen, echt toll. Zwei Mal waren wir jetzt da und wir haben immer was schönes entdeckt. Aber so richtig schöne Flohmarktsachen, so richtig schöner Trödel. Für 5 Euronen ein altes elektrisches Stövchen. Und wieder für 5 Euronen so kleine Tellerchen, ich weiß gar nicht, für was die mal gut waren. Anbieteschälchen oder wie man die nannte. Ich habe einige davon, aber die neuen sind die schönsten, jedes ein anderes Motiv, alles aus den 50er Jahren, wunderschön. Einfach nur wunderschön, ich liebe solche alten Dinge.

Meine neue Teekanne

Eine Frau löst den Haushalt ihrer Großmutter auf, stellt die Teekanne bei eBay rein und keiner will sie haben. Zwei Mal macht sie das und dann sehe ich sie. Werde zu einem Termin gerufen und als ich wiederkomme ist die Auktion beendet. Ich schreibe der Frau. Sie solle mir bitte sagen, wann sie die Kanne wieder reinstelle, ich hätte sie nämlich gerne. Und dann schreibt mir die Frau von ihrer Oma und ich solle doch einen Preis sagen, nochmal reinstellen wollte sie diese schöne Kanne dann doch nicht, diese Enttäuschung, wenn keiner bietet, aber wir wurden uns schnell handelseinig und nun ist sie da. Und ich muss sagen, sie ist die schönste Teekanne, die ich jemals hatte. Das ist eben auch das Manko bei eBay, manchmal übersieht man die wirklich schönen Dinge. Dass da keiner drauf geboten hat. Seltsam. Und ich habe sie auch erst verpasst. Naja, vielleicht sollte das gute Stück ja zu mir kommen und alles war nur Zufall ;-)))) Ich finde sie jedenfalls wunderbar!

Kugeln vor 40 Jahren

Vor einigen Wochen war ich mit meinem Mann in Wuppterthal auf einem Flohmarkt. Wir kamen ziemlich spät dort an und nach kurzer Zeit wollten einge Leute ihre Sachen einfach nur noch los werden und einpacken. So auch die beiden netten älteren Frauen mit lauter Haushaltskrams. Wir wollten es partout nicht kaufen und so lächelten sie sich an, lächelten uns an, nahmen einen riesengroßen Plastiksack und stopften ihn mit Dingen voll. Unter anderem mit Kartons voller alter silberner Weihnachtskugeln.

Da war dann die Idee geboren, dass ich dieses Jahr so einen Baum mache, wie unsere Oma ihn immer gemacht hat. Mit silbernen Kugeln und echtem Lametta aus Staniolpapier. Dank eBay habe ich mir die noch fehlenden Dinge ersteigert und so werde ich also dieses Jahr einen Baum der Erinnerung schmücken. Mit richtig alten wunderschönen Weihnachtskugeln, so, wie sie damals halt Mode waren. Mit echtem Lametta. Alles in Silber.

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich dieses Jahr auf das Weihnachtsfest freue!! Ich habe es mir erkämpft, ich habe so viele Brocken beseitigt und mir dieses ruhige und beschauliche Fest erkämpft. Hajo und ich haben es bisher jedes Jahr geschafft, ein schönes Weihnachtsfest hinzukriegen. Diesmal wird es eins ohne die alten Brocken. Aber mit silbernen Kugeln. 40 Jahre alten silbernen Kugeln.

Ich freue mich so. 

Augen können fühlen

Da arbeite ich nun. Ich meine, wenn ich aus dem Fenster blicke, dann sehe ich das. Oder Teile davon. Sieht irgendwie doch gut aus. Jedenfalls sehenswert.

Vor Jahren, Jahrzehnten, bin ich als junge Studentin von Aachen, dort studierte mein Freund, nach Köln, meinem damaligen zu Hause, gefahren. Mit dem Zug. In meinem Abteil saß ein sehr alter Mann. Mit dem kam ich ins Gespräch. Er war Architekt, lange schon nicht mehr als solcher tätig. Und er erklärte mir, was an modernen Hochhäusern falsch ist. Er meinte an diesen Betonbunkern. Die einfach nur schachtelförmig funktional sind.

Wir fuhren durch Bonn und da kann man noch viele alte Häuser sehen. Er erklärte mir die Bedeutung der Ornamente, der gemeißelten Fensterrahmen, der Schnörkel, die natürlich alle einen bestimmten Namen haben, den ich aber nicht mehr erinnere. Das Auge muss wandern, sagte er mir, es muss eine Fassade entdecken und nicht einfach nur darübergleiten. Es muss an kleinen Dingen hängen bleiben, jede Fassade muss anders sein, damit der Mensch immer wieder etwas Neues zu betrachten hat, damit seine Augen mit den Formen spielen können. Damit er sehen kann. Und aufnehmen. Das aufnehmen, was sich der Architekt dabei gedacht hat. Und so „spricht“ der Architekt mit dem Betrachter. Beide werden sich nicht kennen, vielleicht niemals sehen, aber ihre Blicke werden Worte formen und über die Fassade wandern lassen und so werden sie sich gegenseitig berühren. Mit den Augen.

Unsere Welt ist ärmer geworden. Hochhäuser kriegen Awards für sonstwas tolles, aber die Berührung mit den Augen, die fehlt mir. Fast überall. Im Stadtbild sieht sowas ja durchaus klasse aus, wie dieses GAP da in Düsseldorf. Als Teil. Aber die Augen gleiten darüber und fühlen nichts.

Der alte Architekt, der bestimmt schon lange tot ist, hat mir erklärt, dass Augen fühlen können. Ich weiß jetzt, wie das geht. Und ich weiß, worauf ich dabei achten muss.

St. Martin


Ich kann mich an ein St. Martin erinnern, da war ich allerhöchstens 4 Jahre alt. Mein Opa ging mit mir zum Zug. Oma reichte ihm Hut und Mantel. Ich war schon fertig angezogen, ich fühle noch genau diesen dicken warmen Mantel. Und ich war aufgeregt, St. Martin kommt, auf einem großen Pferd. Was war ich aufgeregt.

Aber an die Laterne kann ich mich nicht mehr erinnern.

neues Fotohandy

Irgendwie ist das ja völlig überflüssig, eine Camera in einem Handy, welche noch dazu eine wirklich schlechte Bildqualität liefert. Naja, dafür kann man dann aber mit dem Handy und einem dazugehörigen „Head-Set“ (früher hieß das mal Kopfhörer) gute Musik hören. Video-Clips kann man auch gucken. Oder wie das heißt.

Ach ja, bevor ich es vergesse, telefonieren kann man mit dem Teil auch.

Glaube ich…

;-))