Schrein

Dies ist meine spirituelle Ecke, da sind alle meine Seelenbücher, meine Tarotkarten, meine Tagebücher, meine Teekannen, dort kann ich in mich kehren.

Ich habe vor nicht allzulanger Zeit einen ergreifenden Tatort gesehen, ich weiß nicht mehr genau, was da alles ablief, aber es ging um illegale Einwanderer, zwei Kinder einer Familie, Bruder und Schwester, waren schon da, die Eltern kamen mit einem Säugling nach. Eingeschleust in einem LKW mit vielen anderen Flüchtlingen. Alle starben, bis auf der Säugling.

Die beiden Kinder waren in einem Kloster untergebracht, dort kümmerten sich die Nonnen um die Illegalen. Hielten sie versteckt. Und die oberste Nonne, die hatte nun die schwere Aufgabe, dem Geschwisterpärchen zu sagen, dass die Eltern nicht mehr leben, nur noch das kleine Geschwisterkind. Bevor die Kinder zu ihr kamen, hockte sie knieend vor einem Jesus am Holzkreuz, auf so einer Holzbank, ich weiß nicht, wie man das nennt, jedenfalls betete sie um Kraft, damit sie diese schwere Aufgabe erfüllen kann.

Da wurde mir klar, dass ich das auch brauche, nicht grad so katholisch besetzt, aber einen Ort, einen Raum, und wenn es nur ein kleiner Fleck ist, wo ich mich sammlen kann. Wo nichts anderes Platz hat als Religion, jedenfalls so, wie ich sie verstehe.

Das Wort religio hatte im Lateinischen verschiedene Bedeutungen: Gottesfurcht, Heiligkeit, aber auch Rücksicht, Bedenken, Skrupel und Pflicht. Rücksicht im Sinne von eine Sicht zurück. Dort also blicke ich zurück und blicke nach vorn.

Und das alles im Stile der 50er Jahre ;-))))))))))

Samahaaris Geschenk

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, oder anders ausgedrückt, mächtige Veränderungen schmeißen ihre Blogs vorweg ;-)))))) Wie man es nimmt, es hat sich so viel getan in den letzten Monaten. Soooooo viel. So verdammt viel. Ich bin meiner Störung auf die Schliche gekommen, Dank Lalamann, Dank EMDR, ich habe diese komplette Wirrnissfamilie entschlüsselt, und ich habe Wirrhaari integriert, die jetzt kreativ geworden ist, die sich alle ihre Wünsche erfüllt und die darüber berichtet!

Denn aus Wirrhaari wurde sozusagen Samahaari und sie hat ihren Blog verschenkt, nämlich Biene, die vielleicht bald viele kleine Hundekinder hat. Es war nicht geplant, aber es war schon immer mein Wunsch, und sollte es geklappt haben, dann wird es hier viele Berichte und Fotos geben.

Hundeleben

Heute war es dann soweit. Ich war mit den Hunden unterwegs, Biene war ja heiß, zeigte aber seit zwei Tagen kein Interesse mehr an Rüden. So ließ ich sie ohne Leine laufen. Wir trafen auch diverse Hunde, auch unkastrierte Rüden, sie ließ alle links liegen. Wunderbar, dachte ich…

Dann tauchte am Horizont Cid auf, der die Art wie Biene ist, nur größer und dunkler, er sieht wirklich aus wie ein Wolf. Die beiden sahen sich und stürmten aufeinander zu…

…und nun warten wir also auf Junge!

Es werden schöne, zumindest sehr imposante Hunde geben, hoffentlich nicht allzu viele…

Gefunden!!

Ich musste heute meinen Schreibtisch aufräumen, Unterlagen sortieren, Papiere ordnen, wo kommt nur all dieses Zeugs her? Egal, ich hab’s geschafft und dabei fand ich einen Text, den ich 1980 verfasst hatte, da wohnte ich noch bei meinen Eltern.

Ich habe mir die Mühe gemacht, ihn ins Netz zu stellen, weil das sind immerhin 29 Jahre, die mich von diesen Worten trennen. Auf einer Schreibmaschine getippt, so richtig mit Papier einspannen. Heute undenkbar.

Hier findet Ihr ihn.

Der Weg des Chaos – Erklärungen

Ich habe im letzten Post die Bilder von unserem Chaosgarten reingestellt. Das erste Bild zeigt das absolute Chaos nach dem Abriss der morschen Balkonhälfte. Wenn ich mir das jetzt so betrachte, dann wird mir immer noch schlecht. Es war hammerhart, wirklich, es war wie innen, so außen, wie man so schön sagt. Das Chaos stimmte einfach mit meinem Leben überein. Es war so. Chaotisch.

Diese Zeit war sehr schwer für mich. Anerkennen, dass meine Vergangenheit chaotisch war, dass da einiges durcheinaner lief.

Das zweite Bild ist das Aufräumen. Sortieren. Das Chaos sortieren. Ordnung schaffen. Holz zu Holz. Plastik zu Plastik. Das war die Auseinandersetzung mit meiner Vergangenheit. Alles hat seinen Platz und der muss ihm jetzt zugewiesen werden.

Und das dritte Bild ist nun die Beseitigung all dessen. Erst Chaos, dann sortieren, dann beseitigen.

Es war ein langer Weg. Aber ich habe es geschafft. Es hat mich viel gekostet, auch Euronen, aber es hat sich gelohnt.

Und bald, ganz bald haben wir einen schönen Garten.