Frausein

Ich schreibe jetzt mal für alle Frauen, die hier lesen. Wobei Frau sein viele Facetten haben kann. Warum? Nun, wisst Ihr, dass es Frauen gibt, die nicht im Körper eines Mädchen geboren wurden, aber dennoch Frauen sind?

Transsexuell bedeutet, dass von frühster Kindheit an der biologische Körper nicht mit der inneren Geschlechtsidentität übereinstimmt. Bei einer transsexuellen Frau bedeutet das, dass ein Kind sich als Mädchen fühlt, aber den Körper eines Knaben hat. Es handelt sich also nicht um einen Mann, der eine Frau wird sondern um eine Frau, die ihren männlichen Körper ihrem inneren Geschlecht anpasst.

Mittlerweile gibt es Untersuchungen, Studien, wissenschaftliche Abhandlungen, dass irgendwann im Mutterleib etwas stattfindet, dass aus dem eigentlichen Mädchen ein Junge wird, körperlich, oder umgekehrt. Konkret heißt das, dass z.B. die Hirnstruktur einer transsexuellen Frau die einer biologisch geborenen Frau ist, obwohl sie in einem Männerkörper geboren wurde.

Das heißt, es handelt sich um eine Frau, obwohl der Körper sämtliche männlichen Geschlechtsmerkmale trägt.

Das Internet ist klasse, denn ich habe zwei Frauen kennen gelernt, die eben diese Erfahrung gemacht haben, sie sind in einem männlichen Körper geboren worden. Ich habe Diana kennen gelernt und Svenja, Svenja ist voll krass, ich LIEBE ihre Schreibe, ihr Art, ihr Leben darzustellen. Ich könnte mich festsaugen an ihrem Blog, sie ist Kriminalbeamtin und voll locker drauf, einfach nur köstlich zu lesen. Und Diana hat auf ihrem Blog Transsexualität so gut erklärt, dass ich denke, ihr Blog sollte zur Pflichtlektüre werden.

Sie hat mir erlaubt zu zitieren, darum lest das, es ist einfach nur schön, tief ergreifend und schön:

Sehn Sie mich bitte nicht so an, ich weiss dass ich etwas seltsam aussehe….. nein ich bin kein Würfel, ich bin eine verbeulte Kugel….. ja ich weiss dass ich ähnlich aussehe wie ein sehr seltsamer Würfel, aber das liegt daran dass ich eben kein Würfel bin sondern eine verbeulte Kugel.

Ich weiss das mit Bestimmtheit, ich kam schon als Kugel zur Welt. Schon damals wollte mir das niemand glauben, alle hielten mich für einen unförmigen Würfel. So begannen sie, an mir rumzudrücken, rumzuwürgen, rumzuhämmern, schlugen mir mal links eine, mal rechts eine und so kam es dann, dass aus mir halt mit der Zeit eine ziemlich verbeulte Kugel wurde. Irgendwie schafften sie es in all der Zeit nicht, mich in eine Würfelform zu kriegen. Ist ja auch kein Wunder, ich bin ja eine Kugel. Wie in aller Welt soll aus einer Kugel ein Würfel werden?

Immer und immer wieder habe ich es ihnen gesagt, bin sogar demonstrativ rumgerollt, damit wirklich auch der hinterst und letzte Depp merkt, dass ich eine Kugel bin. Aber nein, jedesmal nur dieses „Ach jetzt rollt dieser Scheisswürfel schon wieder“ und dann sofort n’paar links, n’paar rechts und dann ab in eine Ecke.

Das Leben als unvollkommener Würfel ist echt anstrengend, fast so anstrengend wie das als verbeulte Kugel. Aber was will man machen, hätten sie mir doch nur von Anfang an geglaubt, dass ich eine Kugel bin. Ich wette, aus mir wär eine richtig schöne Kugel geworden, aber eben, im Nachhinein ist man ja oft schlauer…….. oft, ja aber leider nicht immer.

So ich muss jetzt eins weiter, hab noch n’Termin bei meinem Psychiater. Der behandelt mich weil er denkt, ich würde mich für eine Kugel halten. Irgendwie bin ich froh um meinen Psychiater, das Leben ist manchmal wirklich sehr sehr verwirrend.

Haben und Sein

Heute fühle ich mich nicht mehr ganz so unbunt, es geht sozusagen buntmäßig langsam aufwärts. Dabei stieß ich auf Erich Fromm, den ich so gerne gelesen habe. Wer kennt es nicht, Haben und Sein, genial. Und ich mag auch das Bild hier von ihm, er sieht so ein bisschen aus wie mein Opa, der auf dem Amt arbeitete.
Habe mir soeben Erich Fromms kleine Lebensschule bestellt.

Mir geht unsere Überfluss- und Allzeitbereitgesellschaft so auf den Senkel. Vielleicht hat das unbunte ja auch ein wenig damit zu tun.

Sonntagsgedanken

Was für ein Tag! Grau und usselig. Wie ich mich fühle, grau und usselig. So ein Gefühl wie auf dem Bild, alltägliches Grau. Warten auf irgendwas. Fahren nach irgendwo.

Im Urlaub habe ich das manchmal gehabt, als ich noch nach Frankreich gefahren bin, so mit Mitte 20. Da waren dann Straßen auf dem Weg an die wunderschöne Atlantikküste, wo ich mich fragte, wie kann man hier nur leben? So mitten im Nichts. So grau. Und habe gar nicht realisiert, dass es bei uns auch so Ecken gibt. Die sieht man aber einfach nicht mehr.

Jedenfalls bin ich heute grau drauf. Passend zum Wetter. Ich werde mich also gleich mit meinem kleinen Hund auf das Sofa legen und graudösen. Oder graudenken. Grauträumen. Irgenwas mit grau.

Bei Wiki steht, grau ist unbunt. Jau, das ist es, heute fühle ich mich unbunt. Aber sowas von unbunt.

umgefallen und abgeschossen

So, es fing alles Donnerstag Nacht an, als ich das letzte Mal für den Tag mit den Hunden gehen wollte. Ich ging durch die verschneiten Felder und sah sie nicht, die Eisscholle, die sich auf dem Trampelpfad gebildet hatte und eh ich mich versah, lag ich platsch auf dem kalten Boden.

Dann habe ich gestern, weil ich ja nun fußmäßig derzeit nicht mehr so gut unterwegs bin, ich humpele, mich den sitzenden Dingen des Alltags gewidmet und meinen Computer „aufgeräumt“, ich hatte zig Testprogramme installiert, die wollte ich nun wieder los werden.

Dabei wurde ich dann auch meine Wireless-Lan-Verbindung los, die ich gleich mit gelöscht hatte.

Erinnert ihr euch? Ich bin ehemalige Netzwerktechnikerin, also dürfte das ja eigentlich nur lästig sein… JAU!! Ich hab’s nicht mehr hingekriegt, verzweifelte an meinem Verstand und der Computerwelt und war grad soweit, mit der Axt aus dem Keller dem allem ein Ende zu bereiten, als mir klar wurde, woran es liegt. Himmel! Da zeigt das bescheuerte Programm an, die Verbindung zum Router stehe, es werden auch Daten verschickt, ich kann diese auch sichtbar machen (mit diversen Programmen geht das), der Router schickt nur nix zurück. Der Router wird erkannt, alles wird erkannt, die Anzeige ist normal, aber es kommt nix zurück. Ich hab alles durchgetestet und kurz vor dem Axteinsatz sah ich, dass ich eine Stelle im Passwort falsch gesetzt hatte… JA IST ES DENN ZU FASSEN? Wieso sagt mir das bescheuerte Programm, die Verbindung zum Drahtlosnetzwerk wurde hergestellt… WENN SIE NICHT HERGESTELLT WURDE?!?!?? Hä!! WIESO??!?

ICH HASSE COMPUTER und überhaupt kann ich nur humpeln und alles ist FURCHTBAR BLÖD!!

Und grad humpelte ich zur Heizung, weil es nicht richtig warm wurde hier im Zimmer, was sehe ich? Das batteriebetriebene Heizungsventil hat seinen Geist aufgegeben.

Für heute reicht es mit Technikproblemen!

kaum noch Zeit für meinen Blog…

…und doch macht es mich froh!! Wieso? Na weil ich meine neue Arbeit liebe und weil ich da viel zu tun habe und darum keine Zeit mehr für Dinge nebenher, aber das ist nicht schlimm, weil mich die Arbreit wirklich froh macht.

Ich habe schon lange nicht mehr soooooo gerne gearbeitet. Bin jetzt sogar schon um 7 Uhr im Büro, so kommen genug Stunden zusammen, dass ich Freitags früher gehen kann oder sogar gleiten. Bingo!! Ich liebe meinen Job, ich bin so froh, dass ich das endlich sagen kann: ich arbeite gerne!!

Das ist meine alte Wirkungsstätte, manchmal fehlt mir die Technik noch, ich gebe es zu, aber das sind mehr die Erinnerungen an die Pionierzeit der EDV, die mir da fehlen. Ich habe auch das mal unglaublich gerne gemacht. Doch nach 20 Jahren ist nun die Zeit gekommen, das in jüngere Hände zu geben, mir liegt diese Welt einfach nicht mehr, es ist so anders als die Zeit, die ich kennen gelernt habe, was sicherlich auch richtig ist. Eben Zeit zum Abschied nehmen.

Ich habe Abschied genommen, habe mir nie träumen lassen, dass ich mal einen „normalen“ Beamtenjob habe und damit so zufrieden bin. Bin ich aber. Und ich genieße es!! Egal wie wenig Zeit ich nun für meinen Blog habe, aber es gibt ja noch die Wochenenden ;-))))