Mütter

Meine Mutter starb vor einen Jahr und jetzt ist die Mutter meines Freundes gestorben, wir gehören zu der Generation, deren Eltern nun sterben. Es ist eine andere Zeit. Ein seltsames Gefühl. Doch anders als seine Mutter hat meine Mutter sich quälen müssen, es ging ihr die letzten Jahre nicht gut, sie hatte Alzheimer. Und die letzten Monate waren sehr schwer, sie konnte nicht mehr sprechen, nicht mehr aufstehen, eigentlich konnte sie nichts mehr, gar nichts. Ein solches Ende hat sie sich nicht gewünscht, aber es kam. Umso schöner ist es, dass die Mutter meines Freundes ohne schweren Kampf gehen konnte. Er jedenfalls ist sehr erleichtert.

Ich habe sie auch noch kennen gelernt, die kurze Zeit, die wir miteinander hatten, war sehr nett, denn wir mochten uns leiden. Sie war auch hier bei mir gewesen, zum runden Geburtstag ihres Sohnes, sie hat sein neues Leben noch einmal gesehen, bevor sie für immer gegangen ist. Das ist schön.

Meine Mutter fehlt mir oft, darüber sprachen wir heute morgen, auch wenn sie keine einfache Person war, wenn sie schwer an einem Kindheitstrauma zu tragen hatte, wenn sie nicht immer fair war, so wie das Leben zu ihr auch nicht fair war. Sie war meine Mutter und ich vermisse sie oft.

Mütter sterben nicht, gleichen alten Bäumen.
In uns leben sie, und in unsren Träumen.
Wie ein Stein den Wasserspiegel bricht,
zieht ihr Leben in dem unsren seine Kreise.
Mütter sterben nicht.
Mütter leben fort auf ihre Weise.

 

iCloud-Weisheiten

Überall heißt es, um iCloud nutzen zu können mit allen Geräten, sei OS X Lion erforderlich. Nun habe ich Snow Leopard, damit soll es nicht gehen.

Stimmt und stimmt auch wieder nicht. Man braucht den neuesten Browser und dann gibt man ein

https://www.icloud.com/

und meldet sich dort mit seinem iTunes-Account an und siehe!! Es geht doch!!

Nun kann ich mein iPhone trällern lassen, auch wenn der Ton abgeschaltet wurde, wenn ich es mal wieder verlegt habe. GENIAL!!

Genau genommen braucht man nicht mal einen Mac dafür, eine profane Windoof-Kiste tut’s auch 😉

Abendgedanken

Ich liebe Blumen!

Seit ich hier alleine wohne, habe ich eigentlich ständig frische Blumen in der Wohnung. Als Vase nutze ich die alten Kaffeekannen, die heute kein Mensch mehr braucht, jedenfalls nicht für Kaffee. Ich weiß noch genau, wie meine Oma immer Kaffee aufbrühte, damals hieß das „guten Filterkaffee“ und den gab es dann in der Kaffeekanne. Wer macht das heute noch?

Am liebsten mag ich die Streublümchenkanne vom Flohmarkt. Die liebe ich. Ich mag Streublümchen. Und wie man sieht mag ich Bücher. Und wie man noch sieht, stehen gefühlte 5000 Futternäpfe herum, weil die alte Katze kreischt, wenn es ihr nicht schmeckt. Derzeit schmeckt ihr nichts. Außer Käse.

Sie wird immer weniger, sie ist 21 und alt. Sehr alt. Sie hat Mühe, die Treppe an der Haustüre empor zu steigen. Aber sie kreischt, als wäre sie jung und fit. Sie wird jetzt ein paar Tage von der Nachbarstochter versorgt, weil wir in Kurzurlaub fahren. Zu meinem Geburtstag. Immerhin haben wir an meinem Geburtstag das erste Mal miteinander telefoniert, mein Freund und ich.

Das war soooooooooooo schön!! Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, als ich zum ersten Mal seine Stimme hörte.

Da könnte ich mich heute noch reinverlieben drin 😉

Und sonst so? Ich habe einige Änderungen in meinem Haus beschlossen, mein Büro wird nun doch größer, dafür brauche ich einen neuen Heizkörper und eine Türe, alles schon in die Wege geleitet, dauert noch, aber ich habe ja Zeit.

Und ich war heute mit meinem neuen Auto das erste mal in der Waschstraße. Habe ich erwähnt, dass ich mir schon einen Kratzer reingefahren habe? Im Parkhaus auf der Arbeit. Auf dem Weg zu den Frauenparkplätzen, da muss man nämlich scharf rechts… krrrrrr… da war’s passiert. Die Taufe. Einweihung. Na toll.

Jetzt ist er echt meins. Und sauber 😉 Wir fahren nämlich mit meinem Auto, ich will ihn doch stolz meinem Vater vorführen 😉 der einen großen Van fährt und zu meinen kleinen Autos immer „umgebauter Gartenstuhl“ sagt 😉 Gemein 😉 Umgebauter Gartenstuhl mit Kratzer.

Und dann bringe ich mein kleines Hündchen wieder mit. Muxi. Den ich so vermisse. Aber ohne Auto und Arbeiten und… ging gar nicht.

Ich wünsche allen da draußen eine gute Nacht!

Wenn du…

…auf einem toten Pferd sitzt, dann steig ab!

Dieser Satz gefällt mir. Soll angeblich von den Dakota-Indianern sein. Also gab es damals schon Menschen, die nicht kapierten, wann etwas zu Ende ist? Irgendwie ist die Menschheit auch kein Stück weiter 😉

Heute spielt Schalke, das gucken wir uns doch an. Aber ich vermute, sie verlieren. Immer wenn’s drauf ankommt, gleicht Schalke wenn nicht einem toten, so doch einem lahmen Gaul.

Sorry, Schalke, aber so isset.
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Nachtrag: Schalke KEIN lahmer Gaul, trotzdem verloren leider 😦

Giora Feidmann

Wir hocken gemütlich beisammen in der Stadtwohnung und hören Musik von Giora Feidman. Er ist Klarinettist und Instrumentalsolist der Klezmermusik, einer Musikrichtung, die mir ausnehmend gut gefällt.

Wiki sagt: Klezmer, von hebräisch kli („Gerät, Gefäß“) und zemer („Lied“), wörtlich „Gefäß des Liedes“, im modernen Hebräisch „Musikinstrumente, Musikanten“, ist eine aus dem aschkenasischen Judentum stammende Volksmusiktradition.

Klasse, einfach nur klasse!!

Ansonsten genießen wir das Leben bei Kerzenschein, unterhalten uns über unseren bevorstehenden Kurzurlaub in der kommenden Woche und unsere Reise nach Berlin.

Urlaub ist schön. Und Urlaub zu zweit ist doppelt schön 😉

karnevalsbefreit ;-)

amMeerDa war ich ganz ganz jung. Noch jünger 😉 und ich war verliebt und wir waren am Meer und es war so schöööööööööön!! Und wir lebten in Köln in einer WG, Kölle Alaaaf!! Ach was ist das lange her! Ich habe 12 Jahre in Köln gelebt, d.h. ich bin karnevalsbefreit für wenigstens drei Leben 😉

Mit Karneval habe ich so gar nichts mehr am Hut. Mein damaliger Mann brachte eine kleine Tochter mit in die Ehe und natürlich haben wir regelmäßig und angemessen verkleidet den Kölner Kinderkarneval besucht, der übrigens wirklich sehr sehr schön ist. Wir haben Kamelle gesammelt und geschunkelt und all das gemacht, was man halt so macht, wenn die Kombination Rheinland, Kind & Karneval zusammen trifft 😉

Ich denke da gerne dran zurück und doch, heute habe ich damit nicht mehr viel am Hut, es ist einfach eine andere Zeit und ich bin älter und…

… vielleicht wenn ich wieder nach Köln zöge… 😉 aber nein, nun lebe ich hier in Oma ihr klein Häuschen und Köln ist auch ein Teil meiner Vergangenheit. Auch da denke ich gerne dran zurück.

Jetzt lebe ich so, wie ich lebe, und es gefällt mir gut. Und nächste Woche fahren wir ins Wendland, dort macht mein kleiner Hund Urlaub 😉 Wendland ist auch schön und die haben noch weniger mit Karneval zu tun.

Wohnungsauflösungsabschiedsgedanken

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Eine Wohnung wird aufgelöst, das ist wirklich ein krasses Gefühl, auch wenn es sich richtig anfühlt, wenn ich weiß, genau das will ich und mehr kann ich auch nicht. Also ein ganzes Haus bewohnen meine ich. Das war mein Wohnzimmer. Vor 45 Jahren war es das Wohnzimmer meiner Eltern, dann wurde es das Wohnzimmer meiner Großeltern aus Berlin, die zu uns zogen. Und vor 20 Jahren dann wurde es mein Wohnzimmer. Dann zog mein Mann ein, es wurde „unser“ Wohnzimmer. Veränderungen… Veränderungen… Veränderungen… und es war wieder mein Wohnzimmer. Und jetzt? Jetzt ist es kein Wohnzimmer 😉 Jetzt wartet es darauf, dass es wieder Wohnzimmer wird. Aber erst muss ich es noch komplett ausräumen.

Und genau das ist das krasse Gefühl, was ich meine. Mit jedem Teil, das ich rausschleppe, erinnere ich mich an den Tag, als ich einzog. Als Vater mir alles fertig baute, die Küche, das Schlafzimmer, der Kaminofen im Wohnzimmer. Wie stolz ich war. Wie schön ich es mir machte. Und wie gerne ich mit meiner Familie dort lebte.

Das ist alles vorbei. Zeiten enden. Es beginnen neue, aber erst muss man Abschied nehmen. Egal, wer da nun einzieht, ich werde dort nicht mehr wohnen. Meine Zeit in dieser Wohnung ist vorbei. Ich räume sie jetzt aus, ein letztes Mal. Nein, es fällt mir nicht schwer. Es ist richtig so. Das Leben geht weiter. Abschied ist trotzdem schwer.