Wenn, dann.

Wie schön geschrieben:

Disputnik

Wenn man nicht noch die Nase hätte putzen müssen, dann wäre man früher aus dem Haus gekommen und hätte das Pony mit den kurzen Beinen nicht gesehen, das zügellos über die Straße lief.

Wenn man nur einen halben Meter weiter rechts gegangen wäre, dann wäre man nicht auf dem Glatteis ausgerutscht.

Wenn man nichts gesagt hätte, dann hätte es vielleicht nichts mehr zu sagen gegeben.

Wenn das Auto nicht auf der Brücke angehalten hätte, dann wäre man vielleicht gesprungen.

Wenn man nicht früher nach Hause gekommen wäre, dann hätte man die damalige Freundin nicht mit dem Nachbarn im Bett erwischt und hätte nicht ihre gesamte Garderobe aus dem Fenster geworfen.

Wenn man nicht in jenem Moment aus dem Fenster gesehen hätte, dann wäre gar nicht aufgefallen, dass eine Wolke einen Moment lang die Form eines Pudels hatte.

Wenn man nicht den Zug verpasst hätte, dann wäre man nicht noch unterwegs…

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Krimi aus Israel mal anders gesehen 😎

IMG_3246-001Mein Lieblingsmann bei einer seiner Lieblingsbeschäftigungen 😉 das kann er ständig und überall und wenn wir so auf Besichtigungstour sind, dann höre ich neben mir immer klickklick 😊 doch dafür gibt es am Ende des Tages auch wunderhübsche Fotos. Das Foto hier aber habe ich gemacht, wie man sieht. Da waren wir in Aachen und haben den imposanten Dom besichtigt. Das war schön.

Doch das wollte ich gar nicht erzählen, ich wollte von meinen Gedanken berichten, die ich gestern beim anschauen des (wirklich guten!) Krimis „Shalom Berlin“ hatte. Die Kommissarin Sara ist in der zweiten Folge offensichtlich bereits mit ihrem David verheiratet, jedenfalls wird sie von einem Kollegen nach Hause gebracht, der ein aus seiner Vergangenheit stammendes negatives Gefühl bei David auslöst und dann gehen beide ins Haus.

Sie gingen nicht händchenhaltend verliebt… lalelu… sondern es gab da ja eine Spannung. Und doch, diese Szene hat mich sehr angerührt. Ich kann jetzt nicht mal mehr genau sagen, warum, aber…

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Erinnerungen und die Liebe

bunt-001Gestern hatten wir Jahrestag, mein Freund und ich 😎 zwei Jahre sind wir schon zusammen, unglaublich ist das, es kommt mir alles so wie gestern vor, wirklich. Ja, am Internationalen Frauentag sind wir das erste Mal miteinander spazieren gegangen, am Rheinufer. Die Sonne schien und es war wunderschön!

Das Bild wurde ein Jahr zuvor aufgenommen, im Zimmer meiner Mutter im Pflegeheim. Die akute Krebsbehandlung lag hinter mir und ich hatte wieder eine echte Frisur 😎 Doch ich war geschafft, ich glaube, das sieht man. Die Zeit war nicht leicht. Wirklich nicht. Es waren harte Jahre gewesen, die ich hinter mir hatte und ich wollte wieder in die Sonne. Ich wollte den Sommer riechen und die Liebe fühlen.

Das ist mir gelungen 😎 auch wenn wir beide wirklich harte Zeiten hinter uns haben. Aber jetzt geht es uns gut, was sagt mein Freund immer „ich bin ein glücklicher Mann“ 😄 und ja, da stimme ich ihm zu, ich bin eine glückliche Frau!

Krebs ist kein Pappenstiel (was ist das überhaupt, ein Pappenstiel?) und eine fürchterliche Trennung kann auch an die Nerven gehen. Aber wir schlagen uns tapfer und wir lassen uns nicht unterkriegen. Heute haben wir die Flüge nach Edinburgh gebucht. Nein, unterkriegen lassen wir uns nicht!

Einfach nur wahr:

Einfach nur wahr!!

Gescheuchten Igel

Ich möchte gerne vor Haustüren kotzen. Es tut mir Leid, meine Wortwahl ist normalerweise eine andere. Aber für diese Menschen fällt mir kaum was anderes ein. Diese Menschen, die angeblich so große Angst vor allem haben, was mit uns passieren kann, wenn wir eine Million Menschen unter 80 Millionen verteilen. Diese Menschen, die sich benachteiligt fühlen und andere darum noch mehr benachteiligen wollen, als sie es eh schon sind.

Ja, ich verspüre einen wahren Brechreiz, wenn ich Nachrichten von solcher Häme und solchem Hass höre, wenn ich lese, was in meinem Land passiert, zu was Menschen sich herunterlassen, um andere zu erniedrigen, um ihre Meinung „kundzutun“ und sich gegen die „Lügenpresse“ zu stellen: Denn das wird man wohl nicht nur sagen dürfen, sondern das wird man wohl auch anzünden dürfen. Brennen soll es scheinbar. Hell und lichterloh. Dächer über den Köpfen Notleidender soll es nicht geben. Und der Staat soll bezahlen…

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Ein schwarzes Schaf im Emmental

So sieht es aus in Europa und mir macht das Angst! Ein Gastbeitrag auf Modepralines Blog:

MODEPRALINE

Dies, meine lieben Leser/innen, ist ein Gastbeitrag einer guten Bekannten aus dem Emmental:

Warum assoziiert man mit dem schwarzen Schaf eigentlich etwas Schlechtes? Wenn alle Schafe weiss sind und eines schwarz (was ich persönlich hübscher finde, weil weiss zu schmutzigem Beige wird), dann ist es doch nur anders.

Bleibt die Frage, ob anders schlecht ist.

Also ich bin Zeit meines Lebens schwarz im Sinne von anders. Ja ok, mein Haar ist dunkel, aber das gibt es ja öfters. In meiner Heimatstadt Düsseldorf fiel ich damit nicht so auf. Eher mit meiner etwas rebellischen Art, und mit der Verweigerung, mit dem Strom zu schwimmen und Männer als Mass aller Dinge zu akzeptieren.

Mit Anfang 20 machte ich mich dann auf ins Land wo Milch und Honig fliessen, die Kühe lila sind und der Käse riesige Löcher hat. Das Land, in dem Heid, Peter und der Almöhi  jodelnd die Berge runterrodeln. Und ich…

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doch mal wieder

So, hier bin ich doch mal wieder, irgendwie blogge ich echt gerne, mein Freund und ich, wir rätseln da öfter drüber, warum das so ist, denn ihn hat das Blogvirus ja nun auch infiziert 😉 ist auch egal, es ist so, warum gehen manche gerne in die Kneipe und quatschen an der Theke? Eben, weil es so ist.

Dies hier ist meine Theke 😛 und ich erzähle Euch mal was 😉 ich habe einen Schlitten restauriert, so einen richtig alten Holzschlitten, den ich vor einiger Zeit auf dem Sperrmüll gefunden habe und das soll das Ergebnis werden (habe ich bei Pinterest gefunden):

Holzschlittenschön, oder? Ich werde dann ein Bild einstellen, wenn er fertig ist, der Regalschlitten, nur, wo stelle ich ihn hin? Ich bin ja ein Zeugmensch, ich habe schon genug Zeug allüberall, aber diesen Schlitten, den kriege ich auch noch unter 😉

Sparflamme

 

Also, es wird ein bisschen sparflammiger hier werden 😉 aber es ist doch mein erster Blog, 10 Jahre ist er jetzt alt und schließen kann ich ihn nicht. Doch ab und an ein Foto, ein kleiner Text, das ist schon noch drin.

Wie zum Beispiel meine schönen Obstkisten, die jetzt ein Regal bilden, ich finde sowas ja immer wunderschön! Und es passt in mein altes Haus 😉

Viktor Frankl

Jeder hat im Leben seine eigene spezifische Mission oder Berufung…
Weder ist er in dieser zu ersetzen,
noch lässt sich sein Leben wiederholen.
Daher ist die Aufgabe eines jeden so einzigartig wie seine spezifische Möglichkeit,
sie zu erfüllen.[…]

Letzten Endes sollte der Mensch nicht fragen, was der Sinn seines Lebens ist,
sondern erkennen, dass er es ist, der gefragt ist.
Jeder wird, in einem Wort, vom Leben befragt;
und er kann nur dadurch antworten,
dass er für sein eigenes Leben antwortet;
auf das Leben kann er nur dadurch antworten,
dass er verantwortlich ist.

Viktor Frankl

Mein Wandersmann 😎

12 Kilometer sind wir heute gelaufen, eigentlich sollten es 8 werden, aber wir haben uns verlaufen 😉 doch es war wunderschön, wie immer, ich wohne ja auch wirklich schön! Mit dem Bürgerverein, echt jetzt, und eine alte Kollegin von meinem Wandersmann hat das organisiert, die hat vielleicht gestaunt 😉  Also WIR haben uns verlaufen, mein Wandersmann und ich, als wir uns von den anderen trennten, aber ist ja egal, bei dem schönen Wetter macht sogar verlaufen Spaß 😉

Es war jedenfalls eine gute Übung für sein Vorhaben und ich mag wandern ja sowieso. Und hinterher habe ich mich um seine Füße gekümmert und jetzt kümmere ich mich um seinen Magen 😉

Flüchtlingsgedanken

Ich sitze in meinem Vorgarten und genieße das Leben. Die Sonne scheint und es geht mir gut. Und ich denke an das Gespräch, was ich heute mit einer Kollegin hatte. Dass wir teilen müssen.

Tausende Menschen ertrinken jedes Jahr, weil sie sich auch ein Leben wünschen, das nicht von Krieg und Hunger und Armut bedroht ist. Für sie ist das, was ich lebe, vergleichbar mit dem Paradies. Ich erzählte meiner Kollegin von der Arbeit meines Großvaters direkt nach dem Krieg. Er war der erste in unserem Dorf, der entnazifiziert wurde (was für ein Wort!), weil er alles war, alles, aber kein Nazi. Dafür bin ich heute noch dankbar!! Jedenfalls wurde er sofort für die Verteilung der Flüchtlinge eingesetzt, er kannte doch jeden und alles und wusste, wo Wohnraum „übrig“ war, wo noch jemand reinpasste, auch wenn es eng wurde.

Und er hat mir von den Reaktionen erzählt, von der Ablehnung, von dem seltenen Willkommen, von dem teilen müssen.

Darüber sprach ich mit meiner Kollegin. Wir werden teilen müssen. Die Insel Europa kann ihren Wohlstand nicht für alle Ewigkeiten für sich behalten.

Ich habe keine Ahnung, wie das gehen soll. Ich verstehe nichts von Wirtschaftsfaktoren und Globalisierungsmechanismen. Aber angesichts der Menschen, die aus Verzweiflung über ihre Lage zu uns kommen, weiß ich nur eins: wir werden teilen müssen.

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Yeah!! Donnerstag geht es nach Berlin, mein Freund und ich, ich habe einen Termin und er begleitet mich. Wir haben uns für eine Zugreise entschieden, um ausgeruht in der Hauptstadt anzukommen. Wir haben beide unsere eigenen Erinnerungen an Berlin und werden schauen, was sich alles verändert hat. In uns. In der Stadt. Und überhaupt 😉

Beide haben wir diese Auszeit nötig, außerdem freue ich mich auf die Veranstaltung, zu der wir am Freitag eingeladen sind. Dort geht es um die feierliche online-Schaltung des neuen Moduls Brustkrebs, bei dem ich auch mitgemacht habe.

Und heute ist Günter Grass gestorben, mit dem mich ein Traum verbindet, den ich vor 9 Jahren hatte. Den kann ich heute noch genau nachspüren, so intensiv war er.

minimal maximal

Wir haben dieses Jahr Ostern verrenoviert 😉 meine Schwester macht sich doch in ihrem Haus eine Wohnung fertig, also es ist ja so, dass ich meiner Schwester mein Haus geschenkt habe, darum ist es jetzt ihr Haus und nun möchte sie darinnen auch eine Wohnung haben. Das ist echt krass, weil: ich wohne ja nun seit einiger Zeit unten, das ist meine erste Wohnung in meinem Leben sozusagen, da bin ich reingeboren. Und oben, wo ich bisher wohnte, da richtet sich meine Schwester nun ein und da wurde sie reingeboren. Krass, oder?

Sie kommt zwar nur ab und an vorbei, sie wohnt ja im Orient, weit weit weg, aber sie kommt. Ach ist das schön.

Und noch schöner, nein, nicht noch schöner, aber auch schön ist, dass ich am Wochenende wieder mit meinem Freund wandern gehe. Er hat Großes vor und wir müssen üben 😉

Der Sommer möge kommen!!

Und maximal minimal heißt, meine Schwester ist eine Minimalistin, möglichst wenig Möbel, wenig an den Wänden, kaum bis kein Zeug. Ihr Bad sieht so aufgeräumt aus. Ich bin das genaue Gegenteil, alles voller Zeug. Ich LIEBE Zeug. Ich bin ein Zeugmensch 😉

 

es geht langsam los :-)

So langsam tut sich was in meinem RaumWort, ich will schließlich meine Texte unter das Volk bringen 😉 und da fange ich mal an mit „Die Tage des weißen Elefanten“. Da geht es um Alzheimer, soll man ja nicht meinen, ist aber so. Und da ich eine nette Grafikerin habe, so eine richtig echte, habe ich auch richtig echte Grafikdateien 😉

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was für ein schöner Tag

Morgen, Sonntag, haben wir ja nun Jahrestag, ach wie herrlich ist das 😉 in meinem Alter Jahrestag 😉 wer hätte das gedacht, schon irgendwo unglaublich. Jedenfalls wollten wir heute, Samstag, simpel einkaufen fahren, da klingelte es und das kleine Enkelchen meines Freundes stand strahlend vor der Türe und so landeten wir stattdessen auf dem Spielplatz. Bei herrlichstem Wetter saß ich mittenmang von jungen Eltern – derweil der Opa sein Enkelkind bespaßte – und betrachtete die kleinen bis kleinsten Wesen um mich herum und stellte eine Favoritenliste auf 😉 gewonnen hat eine ganz ganz kleine mit süßem Mondgesicht, die kaum laufen konnte, aber unbedingt schaukeln wollte. Der Vater nun erklärte ihr, dass die Schaukeln besetzt seien, woraufhin sich ihr süßes Gesicht derart verfinsterte, ich hätte sie knutschen mögen, echt 😉 die kleinen Mundwinkel zogen sich beängstigend nach unten und bevor das laute Geheul ausbrach, hatte der Vater dann eine andere offensichtlich zündende Idee und zog mit meiner Favoritin davon 😉

Opa hatte sich derweil als Burgbaumeister betätigt, streng nach Anweisung, das gemeinsame Begutachten führte dann dazu, dass ich nach gefühlten Jahrzehnten mal wieder Sand in den Schuhen hatte 😉 und dann ging es doch noch in die Metro, erstens gibt es da frischen Fisch – die Familie meines Freundes hatte sich angesagt und ich koche doch so gerne, je mehr Menschen, desto besser 😉 – zweitens haben die da auch Ü-Eier. Die sind ein MUSS. Einkaufen mit Enkelchen ohne Ü-Ei ist schlicht nicht möglich 😉

Familie ist etwas sehr schönes. Es sind diese Kleinigkeiten, die mich das fühlen lassen. Ich sehe meinen Vater vor mir, mit den damals noch kleinen Töchtern meiner Schwester. Davon reden sie heute noch, von Opa, was er mit ihnen alles gemacht hat, im Urlaub. Denn einen gemeinsamen Alltag gab es leider nicht, da lagen 3000 Flugmeilen zwischen. Ich sehe meine Mutter, wie sie strahlte, wenn sie für die Kinder etwas nähen konnte. Grenzenlos verwöhnte Enkelkinder. Ich selber kenne das auch. Meine Großeltern waren das Paradies für mich, mein Kinderparadies. Ich lebe heute in ihrem Haus und dass ich da so glücklich bin, hat auch mit meinen Großeltern zu tun.

Familie ist, jedenfalls für mich, etwas sehr schönes.

Heraldik

Mein Freund ist ein Wappenfan, er hat da richtig Ahnung von. Heraldik nennt sich das, ich wusste gar nicht, dass es dieses Wort gibt 😉 nun, man lernt nie aus irgendwie, aber ich find’s tatsächlich interessant. Klar hab ich ihm dann auch Löcher in den Bauch gefragt, was heißt das… wozu ist dies… und warum machte man das überhaupt und macht man das heute auch noch und wieso warum weshalb… 😉 und dann hab ich so flapsig gesagt, mach mir doch auch mal eins…

Und dann hat er mir eins gemacht 😉

noch ein Jahrestag

Morgen kommt der Elektromeister, der hier im Haus schon so einiges gemacht hat. Er wird nun die letzte Etage neu verstromen 😉 da liegen noch die alten Leitungen von 1952. Naja, nicht in allen Zimmern, aber es ist einfach alt und muss neu gemacht werden. Bevor die Wohnung bezogen werden kann, muss es neu gemacht werden, führt kein Weg dran vorbei.

Früher hatte man doch im Wohnzimmer eine Deckenlampe, eine Stehlampe (Tütenlampe, wer erinnert sich noch?), ein Radio und später dann einen Fernseher. Wenn überhaupt. Mehr hatte man doch nicht. Jedenfalls Anfang der 50er Jahre 😉

Es geht also los. Dann Teppichboden rausreißen, Tapeten ab, die Küche… ich weiß noch genau, wie ich da eingezogen bin, Mitte der 90er Jahre…. WAAAAAAS? Das ist schon 20 Jahre her? Leute, wie die Zeit vergeht. Voll krass das alles.

Naja, so ist es. Heute abend aber ist erstmal nur gar nix angesagt. Ausruhen. Derzeit ist es anstrengend, das Leben um mich rum.  Aber es geht mir gut, am Sonntag haben wir Jahrestag. Ein Jahr sind wir dann schon zusammen, mein Freund und ich. Leute, wie die Zeit vergeht 😉

Jahrestag

Heute vor 10 Jahren habe ich mit dem Bloggen angefangen. Damals war das noch was exotisches, heute ist es stinknormal. Auch wenn es heute immer noch Leute gibt, die damit nix anfangen können oder es nicht verstehen. Wer kennt das Buch der 1000 Verrückten? Stammt aus Berlin. Als das Telefon erfunden wurde und sich ca. 1000 Berliner so ein Ding einrichten ließen, damals noch mit Vermittlungsstelle und dem ganzen Kram, den man nur aus alten Filmen kennt, da wurden diese Leute belächelt und für verrückt erklärt und das Buch der 1000 Verrückten war demnach das Telefonbuch.

Tja, ewig Gestrige gabs schon immer und wird es immer geben 😉

Mütter

Meine Mutter starb vor einen Jahr und jetzt ist die Mutter meines Freundes gestorben, wir gehören zu der Generation, deren Eltern nun sterben. Es ist eine andere Zeit. Ein seltsames Gefühl. Doch anders als seine Mutter hat meine Mutter sich quälen müssen, es ging ihr die letzten Jahre nicht gut, sie hatte Alzheimer. Und die letzten Monate waren sehr schwer, sie konnte nicht mehr sprechen, nicht mehr aufstehen, eigentlich konnte sie nichts mehr, gar nichts. Ein solches Ende hat sie sich nicht gewünscht, aber es kam. Umso schöner ist es, dass die Mutter meines Freundes ohne schweren Kampf gehen konnte. Er jedenfalls ist sehr erleichtert.

Ich habe sie auch noch kennen gelernt, die kurze Zeit, die wir miteinander hatten, war sehr nett, denn wir mochten uns leiden. Sie war auch hier bei mir gewesen, zum runden Geburtstag ihres Sohnes, sie hat sein neues Leben noch einmal gesehen, bevor sie für immer gegangen ist. Das ist schön.

Meine Mutter fehlt mir oft, darüber sprachen wir heute morgen, auch wenn sie keine einfache Person war, wenn sie schwer an einem Kindheitstrauma zu tragen hatte, wenn sie nicht immer fair war, so wie das Leben zu ihr auch nicht fair war. Sie war meine Mutter und ich vermisse sie oft.

Mütter sterben nicht, gleichen alten Bäumen.
In uns leben sie, und in unsren Träumen.
Wie ein Stein den Wasserspiegel bricht,
zieht ihr Leben in dem unsren seine Kreise.
Mütter sterben nicht.
Mütter leben fort auf ihre Weise.

 

iCloud-Weisheiten

Überall heißt es, um iCloud nutzen zu können mit allen Geräten, sei OS X Lion erforderlich. Nun habe ich Snow Leopard, damit soll es nicht gehen.

Stimmt und stimmt auch wieder nicht. Man braucht den neuesten Browser und dann gibt man ein

https://www.icloud.com/

und meldet sich dort mit seinem iTunes-Account an und siehe!! Es geht doch!!

Nun kann ich mein iPhone trällern lassen, auch wenn der Ton abgeschaltet wurde, wenn ich es mal wieder verlegt habe. GENIAL!!

Genau genommen braucht man nicht mal einen Mac dafür, eine profane Windoof-Kiste tut’s auch 😉

Abendgedanken

Ich liebe Blumen!

Seit ich hier alleine wohne, habe ich eigentlich ständig frische Blumen in der Wohnung. Als Vase nutze ich die alten Kaffeekannen, die heute kein Mensch mehr braucht, jedenfalls nicht für Kaffee. Ich weiß noch genau, wie meine Oma immer Kaffee aufbrühte, damals hieß das „guten Filterkaffee“ und den gab es dann in der Kaffeekanne. Wer macht das heute noch?

Am liebsten mag ich die Streublümchenkanne vom Flohmarkt. Die liebe ich. Ich mag Streublümchen. Und wie man sieht mag ich Bücher. Und wie man noch sieht, stehen gefühlte 5000 Futternäpfe herum, weil die alte Katze kreischt, wenn es ihr nicht schmeckt. Derzeit schmeckt ihr nichts. Außer Käse.

Sie wird immer weniger, sie ist 21 und alt. Sehr alt. Sie hat Mühe, die Treppe an der Haustüre empor zu steigen. Aber sie kreischt, als wäre sie jung und fit. Sie wird jetzt ein paar Tage von der Nachbarstochter versorgt, weil wir in Kurzurlaub fahren. Zu meinem Geburtstag. Immerhin haben wir an meinem Geburtstag das erste Mal miteinander telefoniert, mein Freund und ich.

Das war soooooooooooo schön!! Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, als ich zum ersten Mal seine Stimme hörte.

Da könnte ich mich heute noch reinverlieben drin 😉

Und sonst so? Ich habe einige Änderungen in meinem Haus beschlossen, mein Büro wird nun doch größer, dafür brauche ich einen neuen Heizkörper und eine Türe, alles schon in die Wege geleitet, dauert noch, aber ich habe ja Zeit.

Und ich war heute mit meinem neuen Auto das erste mal in der Waschstraße. Habe ich erwähnt, dass ich mir schon einen Kratzer reingefahren habe? Im Parkhaus auf der Arbeit. Auf dem Weg zu den Frauenparkplätzen, da muss man nämlich scharf rechts… krrrrrr… da war’s passiert. Die Taufe. Einweihung. Na toll.

Jetzt ist er echt meins. Und sauber 😉 Wir fahren nämlich mit meinem Auto, ich will ihn doch stolz meinem Vater vorführen 😉 der einen großen Van fährt und zu meinen kleinen Autos immer „umgebauter Gartenstuhl“ sagt 😉 Gemein 😉 Umgebauter Gartenstuhl mit Kratzer.

Und dann bringe ich mein kleines Hündchen wieder mit. Muxi. Den ich so vermisse. Aber ohne Auto und Arbeiten und… ging gar nicht.

Ich wünsche allen da draußen eine gute Nacht!

Wenn du…

…auf einem toten Pferd sitzt, dann steig ab!

Dieser Satz gefällt mir. Soll angeblich von den Dakota-Indianern sein. Also gab es damals schon Menschen, die nicht kapierten, wann etwas zu Ende ist? Irgendwie ist die Menschheit auch kein Stück weiter 😉

Heute spielt Schalke, das gucken wir uns doch an. Aber ich vermute, sie verlieren. Immer wenn’s drauf ankommt, gleicht Schalke wenn nicht einem toten, so doch einem lahmen Gaul.

Sorry, Schalke, aber so isset.
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Nachtrag: Schalke KEIN lahmer Gaul, trotzdem verloren leider 😦

Giora Feidmann

Wir hocken gemütlich beisammen in der Stadtwohnung und hören Musik von Giora Feidman. Er ist Klarinettist und Instrumentalsolist der Klezmermusik, einer Musikrichtung, die mir ausnehmend gut gefällt.

Wiki sagt: Klezmer, von hebräisch kli („Gerät, Gefäß“) und zemer („Lied“), wörtlich „Gefäß des Liedes“, im modernen Hebräisch „Musikinstrumente, Musikanten“, ist eine aus dem aschkenasischen Judentum stammende Volksmusiktradition.

Klasse, einfach nur klasse!!

Ansonsten genießen wir das Leben bei Kerzenschein, unterhalten uns über unseren bevorstehenden Kurzurlaub in der kommenden Woche und unsere Reise nach Berlin.

Urlaub ist schön. Und Urlaub zu zweit ist doppelt schön 😉

Wohnungsauflösungsabschiedsgedanken

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Eine Wohnung wird aufgelöst, das ist wirklich ein krasses Gefühl, auch wenn es sich richtig anfühlt, wenn ich weiß, genau das will ich und mehr kann ich auch nicht. Also ein ganzes Haus bewohnen meine ich. Das war mein Wohnzimmer. Vor 45 Jahren war es das Wohnzimmer meiner Eltern, dann wurde es das Wohnzimmer meiner Großeltern aus Berlin, die zu uns zogen. Und vor 20 Jahren dann wurde es mein Wohnzimmer. Dann zog mein Mann ein, es wurde „unser“ Wohnzimmer. Veränderungen… Veränderungen… Veränderungen… und es war wieder mein Wohnzimmer. Und jetzt? Jetzt ist es kein Wohnzimmer 😉 Jetzt wartet es darauf, dass es wieder Wohnzimmer wird. Aber erst muss ich es noch komplett ausräumen.

Und genau das ist das krasse Gefühl, was ich meine. Mit jedem Teil, das ich rausschleppe, erinnere ich mich an den Tag, als ich einzog. Als Vater mir alles fertig baute, die Küche, das Schlafzimmer, der Kaminofen im Wohnzimmer. Wie stolz ich war. Wie schön ich es mir machte. Und wie gerne ich mit meiner Familie dort lebte.

Das ist alles vorbei. Zeiten enden. Es beginnen neue, aber erst muss man Abschied nehmen. Egal, wer da nun einzieht, ich werde dort nicht mehr wohnen. Meine Zeit in dieser Wohnung ist vorbei. Ich räume sie jetzt aus, ein letztes Mal. Nein, es fällt mir nicht schwer. Es ist richtig so. Das Leben geht weiter. Abschied ist trotzdem schwer.

Schmerzen

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Schmerzmittel wirken, in dem sie in einen Prozess eingreifen, nämlich in die Arachidonsäurekaskade. Dieser Eingriff ist wichtig für die Schmerzbekämpfung, leider hängt da auch die Prostaglandinbiosynthese dran, mit der Folge, dass die natürliche Schutzschicht des Magens dünner wird. Das ist der Grund, dass die Schmerzmittel unabhängig von der Darreichungsform den Magen schädigen können. Lange Rede kurzer Sinn, ich befinde mich mitten in der Antihormontherapie mit ihren bekannten Nebenwirkungen. Bei mir ist es vor allem das Knochengerüst, es schmerzt bis ins unerträgliche. Zuweilen täglich. Bislang halfen Schmerzmittel, die wie oben beschrieben wirken, ganz gut. Irgendwann rebellierte mein Magen, also bekam ich Magenschutztabletten. Jetzt wirken auch die nicht mehr, d.h. wenn ich Schmerzmittel nehme, dann muss ich nicht lange auf Magenprobleme warten und die hauen auf den Kreislauf…

…und mich um. Das ganze Gepille bringt mich um den Verstand. Ich mache die Antihormontherapie nicht aus Spaß, ich mache sie, damit der Krebs da bleibt, wo er ist, im Orkus. Weg. Hinfort. Und ja nicht wieder kommt.

Also Schmerzen. Zwei Jahre noch. Sie kommen in Intervallen, die immer kürzer werden. Aushalten. Einfach nur aushalten. Pillen nehme ich dagegen keine mehr. Die machen alles nur noch schlimmer.

Und sonst so? Sonst ist alles ok. Immerhin.

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Da war ich gestern, es ist eine Wanderausstellung der DGPPN, im Landtag NRW, das ist ja direkt neben meiner Arbeitsstelle. Da wollte ich eh hin und mein Freund fragte mich, da er eine Einladung hatte, na prima dachte ich, verbinden wir das wichtige mit dem unausweichlichen, nämlich sich damit auseinander zu setzen. Prof. Aly sprach, ein nicht unumstrittener Historiker, doch was er zur Nazizeit sagte, das war schon erschütternd. Ich werde dazu mehr lesen. Es waren nämlich nicht die Nazionalsozialisten, die all die Morde und Vernichtung und den Diebstahl des jüdischen Eigentums verbrochen haben, nein, das ist nur die halbe Wahrheit. Mitgemacht hat das „normale Volk“. Die Fakten, die er lieferte, die waren schrecklich in ihrer Konsequenz.

Nicht, dass ich es nicht gewusst hätte, aber so  zusammengefasst, wenn kurz vorher einer der letzten noch lebenden Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz redete, das ist schon sehr sehr erschütternd.

Es war eine gute Veranstaltung. Schwer und gut.