Bestellung beim Universum 😉

Es ist schon etliche Jahre her, da saßen mein mittlerweile verstorbener Mann und ich vor dem Fernseher und schauten eine Talkshow. Eine sympathische Frau erklärte dort Bestellungen beim Universum, wie das funktioniere und dass man damit wirklich Erfolg haben könne. Der Moderator fragte ausführlich nach, denn das hörte sich sehr ungewöhnlich an, doch sie vertrat ziemlich fröhlich und nicht weniger bestimmt die Ansicht, dies sei ein sicherer Weg, seine Wünsche erfüllt zu bekommen. 15 Jahre mag das jetzt her sein, meinem Mann, 2010 gestorben, ging es damals noch gut. Kurz danach fuhren wir jedenfalls ziemlich spontan mit dem Auto in die Pfalz, wir wollten ein paar Tage entspannen. Zu spontan, wie sich herausstellte, denn wir bekamen keine Unterkunft. Wir waren überall, hätten fast jeden Preis bezahlt, Hotel, Pension, Privatzimmer, egal, aber es gab nichts. Und als wir reichlich verzweifelt auf einer Schnellstraße bereits wieder Richtung Heimat fuhren, ich saß am Steuer, da meinte ich zu ihm, weißt du was, ich bestelle jetzt ein Zimmer beim Universum. Wir lachten beide, aber ich öffnete das Fenster, der Fahrtwind zauselte an meinen Haaren, und sagte laut: liebes Universum, wir brauchen ein Zimmer, jetzt! Sieh zu, wie du das hinkriegst! Danach mussten wir lachen, Weiterlesen „Bestellung beim Universum 😉“

Wiesenschaumkrautgedanken

HundeI0046aWir haben eine große Wiese am Hammer Bach, dort wächst dann im Frühjahr das Wiesenschaumkraut und ich nehme mir immer wieder Sträußchen davon mit… nahm, um ehrlich zu sein. Denn ich gehe nicht mehr am Sonntag morgen in aller Herrgottsfrühe dort spazieren… weil ich keinen Hund mehr habe. Ich bin immer mit meinem Gemixe ins Auto gestiegen und dann sind wir dorthin gefahren. Ich habe meinen Gedanken nachgehangen, Muxi hat „Hundezeitung“ gelesen 😎 wer war alles vor mir da und wann und wie groß, das können die Hunde ja alles aus den Markierungen „lesen“, die andere Hunde hinterlassen. Ja, das fehlt mir. Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, ich könnte mir ja einen neuen Hund anschaffen… das fehlt mir nur mit Muxi. So ist es einfach. Ich trauere noch. Sein kleines Hundemäntelchen hängt noch im Flur, was ich ihm in den letzten Wochen gekauft hatte, er hat so gefroren, so klapperdünn wie er am Ende war. Früher hat er sowas gehasst, aber als er sich für den Weg zur Regenbogenbrücke vorbereitete, da hat er die Wärme genossen und sich das Mäntelchen anziehen lassen.

Er fehlt mir.

Spike ist grad gekommen, hat gefressen, sich von mir schmusen lassen und nun liegt er neben mir (ich sitze im Bett mit einer dampfenden Tasse Kaffee und meinem MacBook) und putzt sich ausgiebig. Spike ist gut, er tut mir gut, mehr kann ich grad nicht: Katze.

In zwei Wochen…

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warum…

…sind wir nicht, wie alle sind, verlieben uns ineinander und ziehen gefälligst zusammen, in ein schönes Häuschen und teilen Tisch und Bett, Rente und dreckige Handtücher, ich mach die Wäsche und er betankt das gemeinsame Auto? Warum um alles in der Welt müssen wir das „französische Modell“ leben, ist doch viel teurer mit zwei Wohnungen und wenn man sich sehen will, muss man sich verabreden…

Nein, nein und nochmals nein, ich will nie wieder „ein Geld“ haben! Ein Geld? Das muss ich Euch erzählen 😎

Ich war jung und frisch verliebt, das ist jetzt 33 Jahre her 😮 also sehr jung und verliebt. Mein damaliger Freund und späterer Ehemann und ich wohnten in einer Wohngemeinschaft, zusammen mit meiner Freundin. Und wir hatten ein Haushaltsbuch. Mit drei Spalten. Sie, er, ich. Wie das so ist in Wohngemeinschaften. Und wir waren so verliebt. Und so verliebt und oberblöd äh… wie wir waren, beschlossen wir, händchenhaltend und plingplingguckend und sich irre angrinsend… wir haben nunmehr ein Geld! Wir teilen Bett (naja, Matratze, damals noch arme Studenten), dreckige Handtücher… und den ganzen Kram und nun auch das Geld miteinander. Sein Geld ist mein Geld und mein Geld ist sein Geld. Unser Geld. Ein Geld. Und als Ausdruck unser umfassenden Plingplingverliebtheit nahmen wir das Haushaltsbuch und änderten die drei Spalten (sie, er, ich) in zwei Spalten: sie, er&ich. Echt jetzt. Kein Scherz. Wir waren halt jung und blöd… äh verliebt 😎

Meine Freundin kam von der Uni nach Hause und wir strahlten sie an, schau mal, was wir gemacht haben, wir teilen jetzt alles miteinander, wir haben jetzt ein Geld… natürlich bemerkte sie sofort, dass unser Verstand plingplingmäßig ausgesetzt hatte und die Fähigkeit zu rechnen kurzfristig abhanden gekommen war. Wir ließen uns durch nichts überzeugen, ein Geld ist ein Geld und also haben wir nur eine Spalte und nicht mehr zwei. Wir gehören zusammen und Menschen, die zusammen gehören, haben keine zwei Spalten. Das ist unsinnig. Verliebte gehören in eine Spalte. Das ist eine Plingplingwahrheit. Das ist so. Gesetz!

Mit Mühe konnte sie uns davon überzeugen, dass sie von drei gekauften Äpfeln nur einen zu zahlen bereit ist, es dauerte eine Weile, bis wir begriffen, dass eine gemeinsame Spalte nicht das Einmaleins außer Kraft setzt, und wenn wir uns noch so spaltenmäßig lieben 😎

Wir haben, wieder in die Normalität zurück gekehrt, noch Jahre über diese Geschichte herzhaft gelacht. Seit dem ist „ein Geld“ das Synonym für zusammenkleben ohne die Realität zu sehen.

Die Ehe hat übrigens nicht gehalten. Lag aber nicht an dem ein Geld und auch nicht an zwei Geld 😉 wir passten einfach nicht so recht zusammen. Das ist so lange her, dass ich vieles wirklich nicht mehr weiß. Wie auch immer, zusammen kleben kommt für mich nicht mehr infrage. Dann schon eher das französische Model.

Meinem Freund geht es übrigens ähnlich, zwar aus völlig anderen Gründen, aber kleben ist auch für ihn völlig undenkbar geworden. Das hat sich ja nun wunderbar getroffen, zwei Antiklebies 😛 die jeweils ihre eigene Spalte behalten wollen 😎

Aber eins kann ich Euch verraten, wenn man jung ist, dann ist man manchmal wirklich blöd 😫 wenn es auch wunderbar war 😎 einmal so richtig blöd sein darf man im Leben, das gehört einfach dazu!!

karnevalsbefreit ;-)

amMeerDa war ich ganz ganz jung. Noch jünger 😉 und ich war verliebt und wir waren am Meer und es war so schöööööööööön!! Und wir lebten in Köln in einer WG, Kölle Alaaaf!! Ach was ist das lange her! Ich habe 12 Jahre in Köln gelebt, d.h. ich bin karnevalsbefreit für wenigstens drei Leben 😉

Mit Karneval habe ich so gar nichts mehr am Hut. Mein damaliger Mann brachte eine kleine Tochter mit in die Ehe und natürlich haben wir regelmäßig und angemessen verkleidet den Kölner Kinderkarneval besucht, der übrigens wirklich sehr sehr schön ist. Wir haben Kamelle gesammelt und geschunkelt und all das gemacht, was man halt so macht, wenn die Kombination Rheinland, Kind & Karneval zusammen trifft 😉

Ich denke da gerne dran zurück und doch, heute habe ich damit nicht mehr viel am Hut, es ist einfach eine andere Zeit und ich bin älter und…

… vielleicht wenn ich wieder nach Köln zöge… 😉 aber nein, nun lebe ich hier in Oma ihr klein Häuschen und Köln ist auch ein Teil meiner Vergangenheit. Auch da denke ich gerne dran zurück.

Jetzt lebe ich so, wie ich lebe, und es gefällt mir gut. Und nächste Woche fahren wir ins Wendland, dort macht mein kleiner Hund Urlaub 😉 Wendland ist auch schön und die haben noch weniger mit Karneval zu tun.

wieder daheim

Das schicke ich gleich vorweg: der Urlaub war schön!! Der letzte Tag war sonnig, als machte uns die Mosel ein Abschiedsgeschenk, wir gingen noch viel spazieren und entdeckten einen Garagenflohmarkt, auf dem wir wunderschöne Bücher erstanden und alte Lithographien, mit denen mein Freund demnächst seine Wohnung verschönern wird.

Nur: ich habe mich erkältet, bzw. wir haben uns erkältet und mich hat’s etwas schlimmer erwischt und jetzt hocke ich in meiner Wohnung und huste. Also morgen erstmal Doc. Auto kaputt und Doc. Super.

Diese alten Emka-Becherchen – wer kennt sie noch? – habe ich schon vor einigen Jahren erstanden, ich finde sie einfach schrill, meine Mutter hatte solche und ich wollte immer damit spielen, durfte es aber nicht. Nun habe ich eigene 😉 und will nicht mehr spielen 😉

Jetzt gehe ich erstmal mit meinem kleinen Hund, denn ob Erkältung oder was auch immer, das Kerlchen muss raus.

Wünsche Allen eine gute Nacht!

Vergangenheit

Dies ist ein alter Anlegesteeg für eine Fähre über den Neckar in Heidelberg, der Kinder- und Jugendheimat meines Mannes. Wir waren dort, um Abschied zu nehmen. Also er war dort, ich habe ihn begleitet. Es war schwer. Zu erkennen, wie grausam und niederträchtig die eigene Mutter zu einem war, das ist wahrlich nicht einfach.

Die Fähre fährt schon lange nicht mehr über den Fluss. Sie ist Vergangenheit. Vorbei.

Ich fühle mich traurig.

Norovirus

Jau, der hat mich erwischt, der Norovirus, der verfluchte. Freitag morgen war es noch mal schlimm, da hatte eine liebe Kollegin aber eine genau dafür gedachte Pille für mich, und seither geht es mir besser. Viel Fencheltee, der hilft bei mir immer. Und viel ausruhen, das hilft auch.

Heute habe ich die alten Platten hochgeholt, die meisten sind von meiner Schwester. Ich habe doch von einem lieben Nachbarn einen alten Plattenspieler bekommen. Und so habe ich mir heute also erst mal Elivs Pressluft angehört und dann Klaus Hoffmann, Gott ist das alles lange her.

Sie nennen mich Tunte
(laß sie reden!)
Tucke, Homo, schwules Schwein
Tunte
(laß sie reden, was gäben sie darum,
einmal so wie du zu sein)
Tunte
(laß sie reden!)
Tucke, Homo, schwule Sau
Tunte
(laß sie reden!)
weil ich ein Mann bin und eine Frau.

Und heute ist ein Schwuler Außenminister und es interessiert kein Schwein  mehr. Es war ein langer langer Weg.

30 lange Jahre

Diese alte Puppe gehörte meiner Schwester, sie ist nun fast 40 Jahre alt und ich weiß noch, wie sie sie immer mit herumschleppte. Den Namen habe ich vergessen, vielleicht fällt meiner Schwester das noch ein, ich werde sie fragen.

Als die Zeit begann, in der ihr die Puppen unwichtig wurden, begann für mich die Zeit, in der mir das andere Geschlecht in einer für mich bis dahin unbekannten Dimension wichtig wurde. Ich verliebte mich.

Ich war so verliebt, dass ich mir ein Leben ohne dieses Gefühl nicht mehr vorstellen konnte. Alles wurde unwichtig und nur „DER“ Mann war noch wichtig. Naja, also, sagen wir mal, aus heutiger Sicht, der Jüngling ;-))

Geigenmusik, ich glaube, ich habe wirklich Geigenmusik gehört! Jedenfalls habe ich ihn grenzenlos bewundert und fand ihn absolut unbeschreiblich, fand ihn toll, umwerfend, unglaublich. Er mich auch, wie er mir damals mit nicht weniger leuchtenden Augen sagte, was mir ein solches Gefühl im Bauch verursachte, bei dem selbst die größte und schrecklichste Achterbahn mit 344 Loopings nur noch als müder Abklatsch bezeichnet werden kann.

Jedenfalls stieg ich heute morgen mit einem jungen Mann in den Zug und es dauerte eine Weile, bis ich ihn erkannte. Der Sohn meines einst in meinen jungen Jahren Angebeteten! Ebenso jung, wie dieser damals war.

Hoffentlich fühlte er sich bei meinem aus der Erinnerung leuchtenden Gesicht nicht von einer alten Frau verfolgt ;-))))))) Ich habe dann versonnen an die Zeit vor 30 Jahren gedacht, DREISSIG JAHRE, ich kann mich ja an nicht mehr viel erinnern, es war eine Jugendliebe, meine erste große Liebe, ich habe bestimmt mehr das Gefühl geliebt als den tatsächlichen Menschen, den ich damals ja noch gar nicht kannte und schon gar nicht richtig wahr nahm. Wir waren halt verliebt, sahen alles rosarot, ich malte mir eine Zukunft aus, sah nur ihn und immer wieder nur ihn und war eben überzeugt, dass ich das beste und begehrteste Exemplar abbekommen hatte, was möglich war.

Nun, als die Schmetterlinge im Bauch mich verlassen hatten, als die Realität Einzug gehalten hat und damit die rosaroten Glasbausteine von meinen Augen abfielen, sah die Welt schon ganz anders aus und wie das im jugendlichen Alter so ist, man verliebt sich und man entliebt sich.

Und heute Morgen also trat mir meine Vergangenheit entgegen, ich habe mich gerne zurückerinnert, was war das damals doch eine unbeschwerte Zeit. So unglaublich unbeschwert, der Himmel hing voller Geigen, alles war möglich, das Leben war ein einziges spannendes Erlebnis und wir bleiben eeeeeeewig zusammen…

;-))))

Lange ist es her. Und unbeschwert ist so vieles nicht mehr. Ich muss an Monikas Worte denken, sie wünsche sich, mit ihren Töchtern noch einmal so viel Lebensfreude zu haben wie die Darstellerinnen in dem neuen Kinofilm Mama Mia.

Und ich? Ich denke oft an die Zeit bei meinen Großeltern zurück, das war für mich die unbeschwerteste und glücklichste Zeit meines Lebens.

Naja, bis auf das Gefühl mit den 344 Loopings…

;-))

Meine Tante und ich

Das ist jetzt 32 Jahre her, in Worten ZWEIUNDDREISSIG, halleluja, ich kann es immer noch nicht fassen, dass die Zeit jetzt solche Dimensionen hat. Nein, nicht dass ich damit hadere, das Leben ist wie das Leben ist. Ich wundere mich nur, dass es so ist ;-))

Jedenfalls habe ich, bis ich 21 wurde, mit meiner Tante zusammen gelebt, dann zog ich fort und bin mit 33 wieder in das Haus meiner Großeltern zurück und habe noch 10 Jahre mit ihr zusammen gelebt, bis sie ins Altenheim kam, weil es einfach nicht mehr ging. Da sie schwerstbehindert war, konnte sie auch nicht so einfach gepflegt werden. Lange Zeit kam ein Pflegedienst, wir haben immer versucht, sie zu Hause wohnen zu lassen. Das hatte mein Vater, ihr Bruder, seinen Eltern versprochen.

Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr.

Ich habe also 31 Jahre mit ihr zusammen gelebt. Wir hatten uns sehr aneinander gewöhnt, sie gehörte zu meinem Leben als fester Bestandteil dazu. Sie war eigenwillig, nervig, total nett, lebensfroh und mutig. Sie hat sich nicht unterkriegen lassen und es gab in ihrem Leben genug Momente, wo der Untergang nicht fern war. Aber meine Tante ist immer wieder auf ihren kranken Beinen aufgestanden. Vater sagte immer, sie hat 7 Leben, wie eine Katze.

Ich vermisse sie. Und oft ist mir, als lebte sie noch.

Ohne Gewähr


Ein Gespräch zwischen Opa und mir, 1964

Ich sitze auf einer Decke auf dem Boden im Wohnzimmer. Ich darf die Decke nicht verlassen, hat Oma gesagt, vorher muss der Sand abgeklopft werden. Überall ist Sand. In den Strümpfen. Sogar im Unterhemd. Ich warte auf Oma. Aber die kommt nicht. Ich lege mich auf die Decke. Opa liegt auf dem Sofa. Wir gucken Fernseher.

Ein Mann liest vor. Das ist langweilig. Er liest Lottozahlen vor. Von gestern. Und er sagt „Ohne Gewähr“.
„Opa? Warum sind Lottozahlen ohne Pistole?“
Opa setzt sich auf und guckt mich an. „Ohne Pistole? Wie kommst Du denn auf sowas?“
„Der Mann hat doch gesagt, das ist ohne Gewehr.“
Opa lacht ganz laut. „Nein, Kind, damit ist kein Gewehr gemeint. Gewähr, mit ä.“
„Was ist ein ä?“
„Das ist ein Buchstabe. Wenn Du in die Schule kommst, dann lernst Du das alles. Ein Gewehr mit e ist was anderes als Gewähr mit ä.“
„Können die beide schießen?“
„Nein! Das Gewehr mit e kann schießen, Gewähr mit ä meint Gewährleistung, kennst Du das Wort?“
„Nein, kann das schießen?“
„Gott Kind, hör mit Deinem Schießen auf!“
„Aber wieso sagen die dann, die Lottozahlen sind ohne Pistole?“
„Gewähr! Er hat Gewähr gesagt, nicht Pistole!!“
„Aber eine Pistole ist wie ein Gewehr, nur in kleiner.“

Opas Gesicht wird ein wenig rot. Er guckt mich ernst an. „Kind, ein Gewehr kann schießen, und Gewähr mit ä meint Sicherheit, ohne Gewähr heißt also, ohne Sicherheit!“
Das verstehe ich. Weil wenn man ein Gewehr hat, ist man sicher. Dann kann man schießen. Aber wieso muss man bei Lottozahlen schießen? Das verstehe ich nicht.

„Opa, heißt das, dass die sicher sein müssen bei den Lottozahlen?“
„Ja! Ja genau, die können nicht mit Sicherheit sagen, ob die stimmen.“
„Und darum schießen die?“
„Die schießen nicht!!!!“ schreit Opa „bei Gewähr mit ä schießen die nicht!!!!“
„Und woher wissen die, ob das Gewehr ein ä hat oder nicht?“
Opa guckt mich ganz komisch an. Er legt sich wieder hin und sagt kein Wort.

Oma kommt rein mit einem Tuch, ich soll mich ausziehen und den Sand abklopfen. „Oma, Opa hat gesagt, bei den Lottozahlen haben sie keine Pistole.“ Oma guckt Opa an. „Was Du dem Kind wieder alles erzählst.“ Opa sagt nix. Ich glaube, er wird eine ganze Weile nichts sagen. Er guckt nur an die Decke. Und ich überlege, warum die beim Lotto kein Gewehr haben und doch schießen müssen. Aber ich frage Opa nicht. Ich glaube, er weiss auch nicht so genau warum.