Klimawandel?

BlitzschlagWir hatten hier auf der Straße so richtig Drama, Unwetterdrama, es blitzte und das Gewitter kam immer näher. Und dann, so wurde mir berichtet, schlug der Blitz in den Garagenhof hinter unseren Grundstücken ein. Es muss fürchterlich gescheppert haben, zum Glück war ich beim Doc und habe nix mitgekriegt. Vermutlich wäre ich vor Schreck umgefallen. Der Blitz hat ein Kabel von RWE getroffen, so ein Hauptversorgerkabel. Und ist dann dieses Kabel entlanggerast in vier Häuser hinein. Ich bin Haus Nümmero drei 😳 Das Haus unmittelbar vor dem Einschlagsort (zwei Häuser weiter als meins) ist elektromäßig völlig defekt. Da geht gar nichts mehr und alles ist kaputt. Und wenn ich alles sage, meine ich ALLES 😱 Der Nachbar neben mir hat kaputte Fernseher und Computer. Und ich eine kaputte Heizung. Beim Nachbar zur anderen Seite ist lediglich das Internet explodiert 😜 nein, Scherz beiseite, der Router durchgeschmort.

Keine Heizung ist um diese Jahreszeit egal. Kein warm Wasser ist hingegen doof. Zum Glück bin ich versichert, der Spaß kostet nämlich so an die 2.000 Okken. In Worten ZWEITAUSEND.

Und jetzt geh ich zu meinem Freund duschen. Der gewährt mir Asyl 😎

Bestellung beim Universum 😉

Es ist schon etliche Jahre her, da saßen mein mittlerweile verstorbener Mann und ich vor dem Fernseher und schauten eine Talkshow. Eine sympathische Frau erklärte dort Bestellungen beim Universum, wie das funktioniere und dass man damit wirklich Erfolg haben könne. Der Moderator fragte ausführlich nach, denn das hörte sich sehr ungewöhnlich an, doch sie vertrat ziemlich fröhlich und nicht weniger bestimmt die Ansicht, dies sei ein sicherer Weg, seine Wünsche erfüllt zu bekommen. 15 Jahre mag das jetzt her sein, meinem Mann, 2010 gestorben, ging es damals noch gut. Kurz danach fuhren wir jedenfalls ziemlich spontan mit dem Auto in die Pfalz, wir wollten ein paar Tage entspannen. Zu spontan, wie sich herausstellte, denn wir bekamen keine Unterkunft. Wir waren überall, hätten fast jeden Preis bezahlt, Hotel, Pension, Privatzimmer, egal, aber es gab nichts. Und als wir reichlich verzweifelt auf einer Schnellstraße bereits wieder Richtung Heimat fuhren, ich saß am Steuer, da meinte ich zu ihm, weißt du was, ich bestelle jetzt ein Zimmer beim Universum. Wir lachten beide, aber ich öffnete das Fenster, der Fahrtwind zauselte an meinen Haaren, und sagte laut: liebes Universum, wir brauchen ein Zimmer, jetzt! Sieh zu, wie du das hinkriegst! Danach mussten wir lachen, Weiterlesen „Bestellung beim Universum 😉“

Schreibwerkstatt

IMG_3278Meine kleine Schreibwerkstatt, ach wie ich sie liebe!! Sie hat ihre eigene Geschichte, an die ich mich immer wieder gerne erinnere und die auch jedesmal mit dabei ist, wenn ich hier bin. Es ist halt mein Zuhause und nirgendwo fühle ich mich so wohl wie hier. So viele Erinnerungen sind an dieses Haus geknüpft, hier starb mein Großvater, in dem Zimmer, was heute mein Wohnzimmer ist, an der Stelle, wo mein Fernseher steht. Es ist wirklich mein Zuhause.

Hier sitze ich nun und schreibe diesen Beitrag. Wie man an den Monitoren sieht, mache ich hier noch viel mehr, aber das ist ein anderes Thema. Und jetzt mache ich Feierabend, wünsche der Welt da draußen noch einen schönen Abend!

unverhofft kommt oft ;-)

HeizungNeuHeute habe ich so um die 8000 Euronen ausgegeben 😉 echt jetzt, so richtig das volle Geld 😉 Für einen Apparat, den Ihr auf dem Bild hier sehen könnt, der dafür sorgt, dass man nicht kalt duschen muss und dass es in der Stube warm ist 😉

Tja, unverhofft kommt oft. Meine alte Heizung, die ja nun auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hatte, verlor Wasser… Ende vom Lied, Kessel gerissen, nix zu machen, also neu.

Nun habe ich eine neue vollautomatische Heizung, ich glaube, die kann auch Brötchen backen 😉 Das wird ja alles immer moderner, Computer halt. Ein Computer, der heizen kann. Nun, ich hatte Geld gespart und wollte mir eine neue Haustüre kaufen, aber wer braucht schon eine neue Haustüre 😉 eben, neue Heizungen tun’s auch 😉

Schlafzimmer

Heute habe ich mein Schlafzimmer nach unten verlegt, bislang schlief ich unterm Dach, das hatte mir mein Vater mal ausgebaut, sogar mit kleinem Bad. Eigentlich wunderschön. Da ich aber nun älter und älter werde (und hoffentlich noch älter) will ich nicht mehr ein ganzes Haus bewohnen, sondern nur noch eine Etage. Die anderen beiden werden vermietet.

Also habe ich heute Möbel auseinander genommen und geschleppt und wieder zusammengebaut. Mein Liebster war ein Totalausfall, er hatte Rücken. Aber sowas von! Also habe ich ihm das Heizkissen zurecht gerückt, ihm ein Teechen hingestellt und ihn gebeten, mich wenigstens mental zu unterstützen. So jubelte er dann, wenn ich die Bretter an ihm vorbeischleppte… 😉 neinnein, so schlimm war es nun doch nicht, aber mit Rücken geht gar nix. Der Rücken freut sich jedenfalls über die eine Etage, weil mit Rücken Treppen steigen ist auch nicht so der Hit.

Und da gehe ich jetzt hin und lege mich ab und wünsche allen eine Gute Nacht!

Schlafzimmer

Balkongedanken

Ich sitze auf dem Balkon in der Stadtwohnung, also das kommt so, ich habe ein Haus, das ist das Landhaus. Es steht auf dem Land und gehört eigentlich gar nicht mehr mir, weil ich es verschenkt habe. Meiner liebsten Schwester. Weil sie bzw. ihre Kinder sollen es sowieso mal erben und ich habe keine Kinder und mein Mann ist tot und außerdem war ich schwer krank. Da kommt man schonmal auf so Gedanken mit verschenken und so, jedenfalls geht es mir seither besser. Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt dort, seit das Haus meiner Schwester gehört. Und mir gehört es auch, ich stehe nämlich auch im Grundbuch, als Nießbraucherin. Das ist eine schöne Variante von gemeinsam gehören. Ich liebe es. Jedenfalls, wie komm ich überhaupt drauf? ach ja, Landhaus. Das ist sozusagen unser Landsitz, wenn mein Freund mich besucht, dann sind wir auf dem Landsitz 😉 und besuche ich ihn, dann sind wir in der Stadtwohnung. Man gönnt sich ja sonst nix 😉 Und da bin ich also grad, in der Stadtwohnung auf seinem Balkon und denke so rum. Balkongedanken. Und da dachte ich an meinen Balkon und das Grünzeug, was ich da habe.
Balkongedanken
Diese alte Teekanne habe ich bei eBay erstanden, ewig ist es her, da lebte mein Mann noch, dessen Grab ich habe neu gestalten lassen
Grab
was ganz schön teuer ist, aber so ist es, es ist einfach nicht mein Ding, stundenlang Pflänzchen zu setzen und… nein, ist es nicht. Dafür zahle ich lieber. Ist ja nur einmal und dafür sieht es dann gut aus. Ich glaube, es würde ihm gefallen. Mir gefällt es jedenfalls.
Zurück zu dem Teekännchen, es ging kaputt. Das war so schade, liebe ich doch diese Blümeleinmuster über alles, ich wollte sie grad entsorgen… da fiel mir ein, so ein Kraut, das sähe doch gut darinnen aus und gesagt getan, „Tau des Meeres“ gekauft (für Lateiner: ros marinus, ich bin kein Lateiner, leider, aber ich liebe Sprachen und deren Herkunft und Bedeutung und alles, was damit zusammenhängt) und hinein damit und sieht es nicht schön aus?
Ich liebe meinen kleinen Balkon, der Dank der tatkräftigen Hilfe meines Vaters wieder richtig gut aussieht. Nun mit Blümeleinteekanne.
So, genug der Balkongedanken, ab zum Flughafen, ich hole mein Schwesterlein ab. Sie kommt aus dem Orient angeflogen und besucht mich. Darauf freue ich mich. Sehr.

 

Änderungen

So, hier bin ich mal wieder, ich habe eine lange lange Pause eingelegt, weil mein Leben grad eine Änderung erfahren hat und ich auch mein Haus komplett verändert habe. Wahrscheinlich geht sowas einher, die eine Änderung mit der anderen Änderung. Viele Änderungen zieren meinen Lebensweg und seit dem Tod meines Mannes kamen sie in Scharen angeflogen, die Änderungen.

Manchmal denke ich, jetzt ist aber genug… doch Stillstand ist auch nicht das Wahre also ändere ich halt die Änderungen und mein Haus muss es erdulden 😉 Doch, ganz ehrlich, so, wie es jetzt ist, gefällt es mir am besten!! Nicht nur das Haus, sondern auch mein Leben.
Das ist übrigens die kleinste Änderung, ich habe im Keller das asbach uralte Werkzeugkistchen meines Vaters gefunden und ich finde, so als Regalersatz an der Wand macht es sich gut, oder?

mir stinkt’s

Zwei Männer werkeln seit Stunden in meinem Keller herum, sie bohren, schleifen, fräsen und was sie sonst noch für Gerätschaften mitgebracht haben. Und es stinkt. Ganz furchtbar stinkt es. Ich darf keinen Wasserhahn aufdrehen, ich komme mir vor wie vor langer langer Zeit, als wir meine Tante und meinen Onkel im Neanderthal besuchten, sie wohnten in einem damals schon alten Haus und für alle gab es ein Plumpsklo im Hof. Und fließend Wasser gab es nur kalt. Damals war das normal. Wie es wohl wäre, wenn es wieder so käme?

Ok, nicht scharf, aber…

ein wenig ist sie doch zu erkennen, die kleine Maus, die bei uns eingezogen ist. Sie lebt auf dem Balkon unter einem Sofa und wird von uns mit Körnchen versorgt. Vielleicht kriege ich ja mal bessere Bilder hin, doch ich konnte nicht aufstehen und ein Stativ holen, dann wäre sie weggehuscht und so schnell nicht mehr wiedergekommen.


Der Regen kann kommen

So, nun kann er kommen, der Regen. Auf dem Balkon steht ein Zelt, welches ich vorgestern regendicht gemacht habe. Das ist wunderbar, wir können draußen sitzen und essen und es uns gut gehen lassen. Ach ist das wunderbar. Ich liebe solche Dinge, solche einfachen kleinen Dinge. Die alte Garnitur unserer Nachbarn, da liegen immer die Hunde drauf. Dann der alte kleine Cocktailsessel von eBay, für das kleine Muxlein, auf dem er so gerne liegt, wenn ich an dem alten Tisch sitze und mit meiner Schwester chatte.

Ich schwinge beschwingt ;-))

Heute habe ich meine neueste Errungenschaft zusammen gebaut. Ich bin doch schon lange auf der Suche nach einem Gerät, mit dem ich trainieren kann ohne dass ich es ätzend finde. Dank eBay halten sich die Kosten im Rahmen. Für 5 Euronen habe ich letztes Jahr ein Rudergerät erstanden. Nein, das ist es nun gar nicht. Auch ein Fahrrad habe ich, so ein Heimtrainier oder wie die Dinger sich nennen. Schon besser, aber so richtig Lust macht das auch nicht.

Nun walke ich doch mit meinen Hunden regelmäßig, abends, wenn ich von der Arbeit komme. Ich gehe ziemlich schnell und schwinge dabei mit den Armen, das tut mir gut. Also habe ich mich hingesetzt und überlegt, was mir Freude macht. Schwingen macht mir Freude. Und dann habe ich überlegt, ob es einen Apparat gibt, mit dem ich schwingen kann.

Gibt es. Rumgesucht. Teuer die Teile. Also eBay. Da hat doch einer bei QVC so ein Ding gekauft und 3 Mal benutzt. Für 28 Euronen inklusive Verpackung und Versand steht es nun in meinem Saunakeller. Leute ich sage Euch, schwingen ist er Hit!! Laut Musik an und dann wird geschwungen und das setzt irgendwas frei, jedenfalls steigt da die Laune und nebenbei rinnt der Schweiss. 20 Minuten schwingen vergehen wie nix.

Da heute Samstag ist und Samstag Saunatag, bin ich dann gleich noch in die Sauna. Beschwingt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Jetzt gibt es einen Sekt. Ich finde, schwingen und Sauna und Sekt, das ist eine sehr gute Kombination, oder?

;-))

Schneise der Verwüstung

Auch in unserem Garten hat Kyrill gewütet und einer Tanne das Leben gekostet. Sie wurde in ihrem Fall allerdings aufgehalten von dem großen Ast einer Birke, der dann aber nicht mehr zu halten war. Also auch ab. Doch dadurch ist zum Glück kein Schaden an den umliegenden Gebäuden verursacht worden.

Heute morgen bin ich dann mal durchs Dorf gefahren. Nachdem ich gestern das derzeitig neue Dauergeräusch genießen konnte, die Kettensäge, vermutete ich diverse Schäden.

Tja und dann sah ich die Schneise der Verwüstung, die dieser Kyrill hinterlassen hat. Wir sind mit dem Tännchen da wirklich absolut glimpflich davon gekommen. Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, die auf Dächern lagen und diese zerschlugen, verbogene Zäune, zerbrochene Palisaden, und jede Menge Kleinholz.

Wir hatten am Freitag abend zwei Stunden keinen Strom hier in der Region. Dank unseres Minischiffsgenerators saßen wir dann bei Licht und Radio und warteten auf das Ende des Sturmes. Es hat dermaßen geheult, das war so gespenstisch. Aber wir sind, wie gesagt, diesmal glücklich davon gekommen.

Das Hexenhäuschen

Der rechte Eingang ist mein Eingang. Und den zugewachsenden Vorgarten, den liebe ich. Zugegeben, ohne meine Nachbarin (linker Hauseingang) wäre er nicht so schön, weil sie mit ihrem grünen Daumen und vielen Pflanzen, die sie in meine Töpfe gepflanzt hat, doch maßgeblich zu allem beigetragen hat. Liebe Nachbarn sind was wunderbares! Unsere Straße war wirklich schon immer was besonderes, es ist eine alte Siedlerstraße. Wir hatten und haben immer schon eine gute Nachbarschaft. Viele Menschen dort kennen mich noch als kleines Kind, das ist ein schönes Gefühl von zu Hause. Für mich jedenfalls, das mag nicht jedem so gehen. Ganz früher standen dort 9 Häuser, es war ein alter Feldweg, noch mit Kieselsteinen. Morgens wurde eine Herde Schafe den Berg hochgetrieben, abends kamen sie wieder zurück. Ich habe am Zaun gestanden und mir das immer angeschaut. Da war ich noch ganz klein. Dann gab es den Berg hinauf noch eine Straße mit auch nicht viel mehr Häusern. Die alte Siedlung. So hat es angefangen. Nach dem Krieg. Dann wurden die Straßen asphaltiert, dann kamen neue Häuser hinzu. Fortgezogen ist kaum jemand, die Generationen haben gewechselt, aber geblieben sind sie im Grunde alle. Hier sind unsere Wurzeln. Wer möchte sich schon davon trennen? Ich nicht. Ich bleibe. Vor 15 Jahren habe ich zu einer Freudin gesagt, wenn ich von hier fortgehe, dann werden sie mich mit den Füßen zu erst aus meinem Haus tragen. Das hat mein Großvater auch gesagt, der im Wohnzimmer, in meiner jetzigen Wohnküche, gestorben ist.

Vielleicht ändere ich den Spruch ja noch ein wenig ab, weil ich mir mit meiner Schwester, wenn wir alt sind, ein Cottage an den Klippen Schottlands kaufen will. Mal sehen, was uns das Leben noch bringt.

Einstweilen arbeite ich daran, einen Garten hinter dem Haus zu bekommen, was noch viel Arbeit ist und viel Geld kostet. Doch das kriegen wir auch noch hin.