süchtig

Ich bin süchtig, ich gebe es zu. Und heilen lassen will ich mich auch nicht. Auf gar keinen Fall. Lieber lasse ich meine grad vom Winzer aus der Pfalz herbeigeschaffte Weinlieferung zurückgehen 😎 als dass ich aufhöre Krimis zu gucken. Echt wahr. Ich bin nämlich krimisüchtig.

Wobei, der Rotwein schmeckt köstlich. Auch wahr. Und alles Bio oder was 😎

Jedenfalls, ich werde heute VIER Krimis HINTEREINANDER gucken. Werde ich. Vier. Hintereinander. Und wenn ich dann viereckige Augen habe, poste ich ein Bild, versprochen 😜

Strohwitwe

Ja, das bin ich wohl 😜 das kommt nämlich daher, so eine der Theorien, dass im 16. und 17. Jahrhundert Trupps von jungen Männern durchs Land zogen, die sich im Sommer als Landarbeiter verdingten. Sie halfen beim Sicheln und Mähen von Getreide. Und die Frauen dieser Männer, die in den Heimatdörfern auf deren Rückkehr warteten, die wurden landläufig als „Strohwitwen“ bezeichnet.

Nun sichelt mein Wandersmann nicht herum und verdingen tut er sich schon gar nicht 😎 und ich liege auch nicht auf Stroh, aber ich warte auf seine Rückkehr 😊

Wir wohnen nicht zusammen, so ist es also normal für mich, wenn er nicht da ist, aber so gar keinen Kontakt, das ist schon eine andere Nummer. Doch ich sage ehrlich, das ist mal wirklich richtig gut. Es löst sich was, bleierne Selbstverständlichkeit kann so gar nicht erst entstehen. Das ist bei unserem französischen Modell auch nicht so einfach, weil wir unsere eigenständigen Leben haben, aber trotzdem, eine Pilgerreise tut gut, dem, der pilgert, und der, die stroht 😜

 

Bestellung beim Universum 😉

Es ist schon etliche Jahre her, da saßen mein mittlerweile verstorbener Mann und ich vor dem Fernseher und schauten eine Talkshow. Eine sympathische Frau erklärte dort Bestellungen beim Universum, wie das funktioniere und dass man damit wirklich Erfolg haben könne. Der Moderator fragte ausführlich nach, denn das hörte sich sehr ungewöhnlich an, doch sie vertrat ziemlich fröhlich und nicht weniger bestimmt die Ansicht, dies sei ein sicherer Weg, seine Wünsche erfüllt zu bekommen. 15 Jahre mag das jetzt her sein, meinem Mann, 2010 gestorben, ging es damals noch gut. Kurz danach fuhren wir jedenfalls ziemlich spontan mit dem Auto in die Pfalz, wir wollten ein paar Tage entspannen. Zu spontan, wie sich herausstellte, denn wir bekamen keine Unterkunft. Wir waren überall, hätten fast jeden Preis bezahlt, Hotel, Pension, Privatzimmer, egal, aber es gab nichts. Und als wir reichlich verzweifelt auf einer Schnellstraße bereits wieder Richtung Heimat fuhren, ich saß am Steuer, da meinte ich zu ihm, weißt du was, ich bestelle jetzt ein Zimmer beim Universum. Wir lachten beide, aber ich öffnete das Fenster, der Fahrtwind zauselte an meinen Haaren, und sagte laut: liebes Universum, wir brauchen ein Zimmer, jetzt! Sieh zu, wie du das hinkriegst! Danach mussten wir lachen, Weiterlesen „Bestellung beim Universum 😉“

Wiesenschaumkrautgedanken

HundeI0046aWir haben eine große Wiese am Hammer Bach, dort wächst dann im Frühjahr das Wiesenschaumkraut und ich nehme mir immer wieder Sträußchen davon mit… nahm, um ehrlich zu sein. Denn ich gehe nicht mehr am Sonntag morgen in aller Herrgottsfrühe dort spazieren… weil ich keinen Hund mehr habe. Ich bin immer mit meinem Gemixe ins Auto gestiegen und dann sind wir dorthin gefahren. Ich habe meinen Gedanken nachgehangen, Muxi hat „Hundezeitung“ gelesen 😎 wer war alles vor mir da und wann und wie groß, das können die Hunde ja alles aus den Markierungen „lesen“, die andere Hunde hinterlassen. Ja, das fehlt mir. Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, ich könnte mir ja einen neuen Hund anschaffen… das fehlt mir nur mit Muxi. So ist es einfach. Ich trauere noch. Sein kleines Hundemäntelchen hängt noch im Flur, was ich ihm in den letzten Wochen gekauft hatte, er hat so gefroren, so klapperdünn wie er am Ende war. Früher hat er sowas gehasst, aber als er sich für den Weg zur Regenbogenbrücke vorbereitete, da hat er die Wärme genossen und sich das Mäntelchen anziehen lassen.

Er fehlt mir.

Spike ist grad gekommen, hat gefressen, sich von mir schmusen lassen und nun liegt er neben mir (ich sitze im Bett mit einer dampfenden Tasse Kaffee und meinem MacBook) und putzt sich ausgiebig. Spike ist gut, er tut mir gut, mehr kann ich grad nicht: Katze.

In zwei Wochen…

Weiterlesen „Wiesenschaumkrautgedanken“

warum…

…sind wir nicht, wie alle sind, verlieben uns ineinander und ziehen gefälligst zusammen, in ein schönes Häuschen und teilen Tisch und Bett, Rente und dreckige Handtücher, ich mach die Wäsche und er betankt das gemeinsame Auto? Warum um alles in der Welt müssen wir das „französische Modell“ leben, ist doch viel teurer mit zwei Wohnungen und wenn man sich sehen will, muss man sich verabreden…

Nein, nein und nochmals nein, ich will nie wieder „ein Geld“ haben! Ein Geld? Das muss ich Euch erzählen 😎

Ich war jung und frisch verliebt, das ist jetzt 33 Jahre her 😮 also sehr jung und verliebt. Mein damaliger Freund und späterer Ehemann und ich wohnten in einer Wohngemeinschaft, zusammen mit meiner Freundin. Und wir hatten ein Haushaltsbuch. Mit drei Spalten. Sie, er, ich. Wie das so ist in Wohngemeinschaften. Und wir waren so verliebt. Und so verliebt und oberblöd äh… wie wir waren, beschlossen wir, händchenhaltend und plingplingguckend und sich irre angrinsend… wir haben nunmehr ein Geld! Wir teilen Bett (naja, Matratze, damals noch arme Studenten), dreckige Handtücher… und den ganzen Kram und nun auch das Geld miteinander. Sein Geld ist mein Geld und mein Geld ist sein Geld. Unser Geld. Ein Geld. Und als Ausdruck unser umfassenden Plingplingverliebtheit nahmen wir das Haushaltsbuch und änderten die drei Spalten (sie, er, ich) in zwei Spalten: sie, er&ich. Echt jetzt. Kein Scherz. Wir waren halt jung und blöd… äh verliebt 😎

Meine Freundin kam von der Uni nach Hause und wir strahlten sie an, schau mal, was wir gemacht haben, wir teilen jetzt alles miteinander, wir haben jetzt ein Geld… natürlich bemerkte sie sofort, dass unser Verstand plingplingmäßig ausgesetzt hatte und die Fähigkeit zu rechnen kurzfristig abhanden gekommen war. Wir ließen uns durch nichts überzeugen, ein Geld ist ein Geld und also haben wir nur eine Spalte und nicht mehr zwei. Wir gehören zusammen und Menschen, die zusammen gehören, haben keine zwei Spalten. Das ist unsinnig. Verliebte gehören in eine Spalte. Das ist eine Plingplingwahrheit. Das ist so. Gesetz!

Mit Mühe konnte sie uns davon überzeugen, dass sie von drei gekauften Äpfeln nur einen zu zahlen bereit ist, es dauerte eine Weile, bis wir begriffen, dass eine gemeinsame Spalte nicht das Einmaleins außer Kraft setzt, und wenn wir uns noch so spaltenmäßig lieben 😎

Wir haben, wieder in die Normalität zurück gekehrt, noch Jahre über diese Geschichte herzhaft gelacht. Seit dem ist „ein Geld“ das Synonym für zusammenkleben ohne die Realität zu sehen.

Die Ehe hat übrigens nicht gehalten. Lag aber nicht an dem ein Geld und auch nicht an zwei Geld 😉 wir passten einfach nicht so recht zusammen. Das ist so lange her, dass ich vieles wirklich nicht mehr weiß. Wie auch immer, zusammen kleben kommt für mich nicht mehr infrage. Dann schon eher das französische Model.

Meinem Freund geht es übrigens ähnlich, zwar aus völlig anderen Gründen, aber kleben ist auch für ihn völlig undenkbar geworden. Das hat sich ja nun wunderbar getroffen, zwei Antiklebies 😛 die jeweils ihre eigene Spalte behalten wollen 😎

Aber eins kann ich Euch verraten, wenn man jung ist, dann ist man manchmal wirklich blöd 😫 wenn es auch wunderbar war 😎 einmal so richtig blöd sein darf man im Leben, das gehört einfach dazu!!

Zahlenspiele

Gibt es langweilige Zahlen? Definitiv, gibt es. Wie das? 😎 Ich habe schon als Kind den Menschen um mich rum eine Zahl gegeben. Warum weiß ich nicht, aber das war so. Mein Vater war eine 5. Warum kann ich nicht mehr sagen, aber ich wusste schon vor der Schule, dass er eine 5 ist. Nicht wertend gemeint, sondern vom Gefühl. Und darum gibt es für mich auch langweilige Zahlen.

48 zum Beispiel ist eine solche. Oder 32. Totaaaaal langweilig 😎 35 ist ok, 37 auch, die 38 ist spießig…. und so habe ich alle möglichen Zahlen mit allen möglichen Gefühlen. Und oft auch Menschen, denen ich Zahlen gegeben habe. Manchmal kamen auch Farben dazu. Mein Vater war oft braun. Eine braune 5. Aber manchmal war er auch grün. Meine Mutter war übrigens eine gelbe 8.

Vielleicht sind Kinder so. Keine Ahnung, ist auch egal, für mich war es so. Und das Gefühl, dass es langweilige Zahlen gibt, das ist geblieben. Als ich 32 wurde, fand ich das doof. Eben weil die Zahl langweilig war. 42 war ok. 47 war super. 50 war ok. 52 wieder spießig. 56 fand ich doof, ich bin froh, dass ich sie los bin. Ab heute habe ich eine lustige 57 😎

Tipp

 ichtuchDa sitze ich und probiere ein Tuch aus, was zwei Jahre zuvor kein ausprobieren war, da hatte ich solche Teile ständig auf dem Kopf, weil mir die Haare fehlten. Die waren fort. Sie sollten zurückkokmmen, was sie ja letztendlich auch taten und ich war mir dessen auch sicher, aber ein halbes Jahr, ein knappes halbes Jahr rannte ich ohne Haare rum. Jedenfalls gefielen mir einige Turbane so gut, dass ich dachte, das kannste ja auch machen, wenn du wieder Haare hast… ich habe es nie gemacht.

Ich habe mir die haarlose Zeit schlimmer vorgestellt. Wirklich. Als junges Mädchen war das für mich gleichbedeutend mit Hölle. Ohne Haare war tiefste Hölle. Und als ich sie dann hergeben musste, für eine Weile, da war es fast normal. Das hört sich sehr abgeklärt an, aber ich meine es wirklich so, es war fast normal, Mutter hatte das schon durchgemacht, so viele hatten es durchgemacht, warum sollte ich es also nicht auch schaffen.

Ich habe es geschafft. Es ist mir nicht schwer gefallen. Ich war heilfroh, als sie wieder gewachsen sind. Und weil ich die hälfte weiß hatte und die hälfte dunkel, sah ich aus wie von Ratten abgefressen, was ich FURCHTBAR fand, einfach nur FURCHTBAR! Also habe ich die 3 mm Stoppeln gefärbt. Was dann zwar ungewöhnlich kurz aber doch gut aussah.

Am liebsten würde ich mich mal mit weißen Haaren sehen, ob das wohl gut aussieht? Ohne Chemo hätte ich sie mir nie gefärbt, nicht weil ich es ablehne, ich hatte einfach keinen Gedanken daran. Aber so rattenabgefressen war einfach nur schrecklich.

Und so überlege ich, was soll ich tun.

Weiße Haare sind schön, das kann man hier sehen, bei meiner Freundin

http://beateknappe.de/silbergrau/

die grad eine Aktion macht und einen Ausstellungsraum sucht für ihr Projekt. Hat jemand einen Tipp?

Ein anderes Leben…

…ja, das führe ich jetzt. Und es ist mir noch gar nicht klar. Hajo ist immer noch ein fester Bestandteil meiner Alltagsgedanken, aber so, als wäre er noch da. Heute habe ich Winterreifen bekommen, an unserem Auto. Es ist immer noch „unser“ Auto und normalerweise hat er sowas übernommen, so stand ich also heute dort und fühlte mich falsch.

Mensch er fehlt mir so. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr er mir fehlt.

Und was fange ich nun mit dem neuen Leben an?

Ich bin verworren.

Haben und Sein

Heute fühle ich mich nicht mehr ganz so unbunt, es geht sozusagen buntmäßig langsam aufwärts. Dabei stieß ich auf Erich Fromm, den ich so gerne gelesen habe. Wer kennt es nicht, Haben und Sein, genial. Und ich mag auch das Bild hier von ihm, er sieht so ein bisschen aus wie mein Opa, der auf dem Amt arbeitete.
Habe mir soeben Erich Fromms kleine Lebensschule bestellt.

Mir geht unsere Überfluss- und Allzeitbereitgesellschaft so auf den Senkel. Vielleicht hat das unbunte ja auch ein wenig damit zu tun.

Sonntagsgedanken

Was für ein Tag! Grau und usselig. Wie ich mich fühle, grau und usselig. So ein Gefühl wie auf dem Bild, alltägliches Grau. Warten auf irgendwas. Fahren nach irgendwo.

Im Urlaub habe ich das manchmal gehabt, als ich noch nach Frankreich gefahren bin, so mit Mitte 20. Da waren dann Straßen auf dem Weg an die wunderschöne Atlantikküste, wo ich mich fragte, wie kann man hier nur leben? So mitten im Nichts. So grau. Und habe gar nicht realisiert, dass es bei uns auch so Ecken gibt. Die sieht man aber einfach nicht mehr.

Jedenfalls bin ich heute grau drauf. Passend zum Wetter. Ich werde mich also gleich mit meinem kleinen Hund auf das Sofa legen und graudösen. Oder graudenken. Grauträumen. Irgenwas mit grau.

Bei Wiki steht, grau ist unbunt. Jau, das ist es, heute fühle ich mich unbunt. Aber sowas von unbunt.

kaum noch Zeit für meinen Blog…

…und doch macht es mich froh!! Wieso? Na weil ich meine neue Arbeit liebe und weil ich da viel zu tun habe und darum keine Zeit mehr für Dinge nebenher, aber das ist nicht schlimm, weil mich die Arbreit wirklich froh macht.

Ich habe schon lange nicht mehr soooooo gerne gearbeitet. Bin jetzt sogar schon um 7 Uhr im Büro, so kommen genug Stunden zusammen, dass ich Freitags früher gehen kann oder sogar gleiten. Bingo!! Ich liebe meinen Job, ich bin so froh, dass ich das endlich sagen kann: ich arbeite gerne!!

Das ist meine alte Wirkungsstätte, manchmal fehlt mir die Technik noch, ich gebe es zu, aber das sind mehr die Erinnerungen an die Pionierzeit der EDV, die mir da fehlen. Ich habe auch das mal unglaublich gerne gemacht. Doch nach 20 Jahren ist nun die Zeit gekommen, das in jüngere Hände zu geben, mir liegt diese Welt einfach nicht mehr, es ist so anders als die Zeit, die ich kennen gelernt habe, was sicherlich auch richtig ist. Eben Zeit zum Abschied nehmen.

Ich habe Abschied genommen, habe mir nie träumen lassen, dass ich mal einen „normalen“ Beamtenjob habe und damit so zufrieden bin. Bin ich aber. Und ich genieße es!! Egal wie wenig Zeit ich nun für meinen Blog habe, aber es gibt ja noch die Wochenenden ;-))))

Akademie Mont Cenis


Da war ich die letzten Tage und es war mal wieder wunderbar. Wir haben das Thema Depression behandelt und einige unserer Fälle besprochen, Supervision eben. Klasse. Ich habe diesmal viel Raum bekommen in dem Seminar. Diese Wertschätzung hat mir ungeheuer gut getan. Diese Gruppe, wir haben vor 9 Jahren gemeinsam die Ausbildung zum Sozialen Ansprechpartner absolviert, ist ein sicherer Hort, in dem wir uns alle sehr geborgen fühlen.

Die Supervisorin ist eine Kindertherapeutin, die unsere Sichtweisen ungeheuer erweitert und uns bereichert. Ich bin RUNDUM zufrieden mit dem, was sich da für uns uns für mich getan hat.

Und ich habe verstanden, was es genau ist, was mir auf meiner neuen Arbeitsstelle so gut tut. Ich habe es so richtig verstanden. Es hat mit Wertschätzung zu tun. Ich werde auf meiner neuen Stelle wertgeschätzt. Das tut mir unendlich gut.

Ach und nochwas, ich habe eine tolle Frau kennen gelernt, im Internet. Mit der tausche ich mich grad aus. Sie wurde im Männerkörper geboren und beschreibt nun ihren Weg zu ihrem eigentlichen Ich. Das ist so toll zu lesen, so einfühlsam.

Sie hat mich auf die Idee gebracht, bei uns im Intranet auf den Seiten der SAP dies mal zu Thema zu machen. Ich freu mich auf diesen Austausch!!

Daisy lässt grüßen!

Vor dem Hundegang mit allerlei Zeugs unter der Jacke an und Sturmhaube und Grubenlampe, leider etwas unscharf, da ohne Blitz:

So sehen unsere Straßen aus, da kommt man nur mit Allrad durch, oder mit Hunden ;-))))

Und eine Dorfhauptstraße haben sie gesperrt, da sind jetzt noch, es ist gleich Mitternacht, drei Räumfahrzeuge seit heute Mittag damit beschäftigt, den Schnee wegzuräumen, ob sie es bis Morgen schaffen?

50 Jahre ich (Teil 3)

Boah Leute, heute habe ich eine dolle Erfahrung gemacht, ich lese grad das Buch von dem Dahlke DIE SCHICKSALSGESETZE und da macht er einen mit allen möglichen Gedanken und Gefühlen und Erkenntnissen vertraut und dazu gibt es kleine Übungen, so z.B. sich mal ein Bild von sich selber zu nehmen (diese Übung ist nicht von ihm, er führt sie nur auf) und sich dann auf die linke Gesichtshälfte zu konzentrieren, diese zu spiegeln (also mit einem Computerprogramm) und die beiden Hälften zusammen zu fügen, so dass man quasi ein Gesicht nur von den linken und dann eins nur von den rechten Gesichtshälften hat.

Boah Leute ich sage Euch, das ist der Hammer!! Habe gleich meine Schwester in Bahrain angefunkt und die hat mir ein Foto geschickt und damit habe ich es auch gemacht.

UNGLAUBLICH!!!!

Wenn ich es hinkriege, daraus Fotos zu machen, dann stelle ich meine Erkenntnisse über mich hier ein. Noch habe ich diese Fotohälften einfach in Word nebeneinander geklebt, also zwei Fotos nah beinander. Wäre mein Mac nicht in Reperatur, wäre es eine Kleinigkeit, so aber müsst ihr warten.

Oder probiert es selber mal aus, es ist echt irre. Mein Rechtshälftengesicht ist so modellmäßig, sagte meine Schwester dazu, ich finde es ein wenig vergeistigt, kann es schwer beschreiben, jedenfalls ein krasser Gegensatz zum Linkshälftengesicht das ist ein strenger mhystischer Mann, der weiß, wo es langgeht und sehr unnachgiebig ist.

Es ist einfach irre. Probiert es aus, es macht Laune und man erkennt viel von sich. Meine Schwester jedenfalls ist mit ihrem Rechtshälftengesicht nun richtig glücklich!!

die Dame mit dem Notebook

Nun bin ich also bekannt im Wasgau ;-)) wir waren heute abend hier im Dorf essen, wie gesagt, 600 Seelen leben hier, wir waren beim Nickolaus, so sagt man in Hochdeutsch, hier heißt das Belzenickel. Ein modernes Restaurant, was so gar nicht in die Pfalz passt, aber es war schön dort und das Essen war gut. Die Besitzerin jedenfalls schaute mich an und sage, aajoooh, ssiii ssinn die Dohme mit derer Noootbuck. Man sieht mich also immer auf der Terrasse sitzen. Hier bleibt nichts verborgen, auch eine benotbuckte Dame nicht ;-)))))))

Rücksichtslose magische 50

Zunächst ein wenig Physik: als Magische Zahlen bezeichnet man in der Kernphysik diejenigen Neutronen- und Protonenzahlen eines Atomkerns, bei denen die Schalen voll besetzt sind. Atome, deren Nukleonenzahl den magischen Zahlen entsprechen, besitzen eine besonders hohe Stabilität. Die Werte der magischen Zahlen sind für Neutronen und Protonen bis 82 gleich, nämlich 2, 8, 20, 28, 50, 82.

50 ist also eine Magische Zahl! Hab ich’s doch immer gewusst. Denn ich habe diesem Tag entgegengefiebert. Endlich 50. Ich habe früher, als ich noch jung und ganz dünn war, immer gesagt, wenn ich mal 50 bin, dann will ich kurze Haare und dicke Brüste haben ;-)) Ehrlich, hab ich so gesagt. Nun, dieses Ziel hatte ich schon früher erreicht ;-)))) aber damit verbindet sich ja was ganz anderes, nämlich nicht mehr so sein zu müssen, wie frau glaubt, dass es „richtig“ sei und wie ihr auch immer erzählt wird. Wie Männer sie eben gerne hätten. Oder wie frau glaubt, wie die Männer es wollen. Wie auch immer, als junge Frau war in meiner Vorstellung die 50 die Grenze zu dem Alter, wo frau das tun und sein durfte, was sie im tiefsten inneren ist. Rücksichtslos im positiven Sinne, also ohne Rücksicht auf andere, die ihr vorgeben, wie sie zu sein hat.

Rücksichtslose magische 50!!

Ich finde dieses Gefühl großartig!!!!

Schneckenfühlerleben

Ich habe heute lange nachgedacht über meine Spaziergänge mit den Hunden und was ich da alles so erlebe und was sich dann innerlich bei mir tut. Es sind oft gar wundersame Dinge, aber auch welche, die mich schmunzeln lassen. Und welche, die mich verwundern, so wie dies: im Herbst letzten Jahres traf ich viele Schnecken auf den Hundewegen, ich mag sie nicht sonderlich, aber sie haben nunmal das gleiche Recht, da herumzuwandern wie ich auch. Manchmal betrachtete ich mir eine Schnecke genauer und wenn sie ihre Fühleraugen ausgestreckt hatte, dann berührte ich sie ganz sachte daran und schwupps! waren diese Teile schnell wieder verschwunden.

Das war im Herbst vergangenen Jahres. Und heute dachte ich über dieses Bild nach, was da in meinem Kopf war. Und stellte fest, dass ich gelernt habe, ein Schneckenfühlerleben zu führen. Was an dem Leben liegt, was meine Mutter führen musste, weil sie keine Chance hatte, ihr inneres Kind zu schützen. Bis heute nicht.

Ich war ihr zuweilen schutzlos ausgeliefert. Um das zu überleben, musste ich Mechanismen entwickeln, die mich schützten, ich musste in der Lage sein, mich augenblicklich zurück zu ziehen, wenn sie ihren ganzen Hass auf sich selber über mich ergoss. Das hat dazu geführt, dass ich wie die Schnecke ihre Fühleraugen, meine Emotionsfühler ausstreckte und mich sofort zurück zog, wenn Gefahr drohte.

Das meine ich mit Schneckenfühlerleben.

ich werde 50

Tja, so ist es, ich werde ein halbes Jahrhundert alt. So alt wird kein Schwein. Aber ich!! Jawoll, und irgendwie ist es komisch, weil, also ich weiß auch nicht, ich fühle weder 50 noch 30 noch sonstwas, ich fühle irgendwie zeitlos, die Seele altert ja bekanntlich nicht, also das stimmt irgendwie, ich fühle mich zeitlos. Nur mein Körper, naja, lassen wir das. Aber ich habe wieder mit Walken angefangen, was ich vor meiner OP ja regelmäßig gemacht habe, zweimal die Woche eine Stunde. Ich will wieder gesund werden, so richtig fit und gesund. Das dauert ja noch ein Weilchen, so schnell geht das nämlich nicht. Meine neuen Laufschuhe werden mir dabei helfen. Und meine neue Stelle, die ich hoffentlich bald habe. Mein Schwager nannte das Pensionsvorbereitungsjob. Vielleicht hat er ja Recht. Keine Hotline mehr, keine Kollegen mehr, die man zur Arbeit überreden muss. Oder die gleich gar nix tun. Ich bin ausgepowert, 20 Jahre EDV, es reicht. Ich will nicht mehr.

Pensionsvorbereitungsjob, klingt lustig. Muss aber nichts schlechtes sein, vielleicht ist es ja gut so. Ruhige, interessante Schreibtischarbeit. So mit fuffzisch muss man auch an seine Nerven denken ;-))))))))

Oder etwa nicht?

Zwei Beweise

So, hier trete ich zwei Beweise an:

Beweis Nummero 1, entgegen der Meinung meines Augenoptikers, der felsenfest behauptet, die Brille sitze gerade, sieht man hier eindeutig, sie tut es nicht. Oder hat er gesagt, die Brille sei gerade, hm, das kann sein. Das läßt ja keinen anderen Schluss zu, als der, dass mein Gesicht… äh, wie?

Beweis Nummero 2, ich war beim Friseur. Wie jetzt? Das sieht man nicht? Neinnein, das Grüne ist nicht die neue Frisur, das ist nur der Ohrenschützer, den man bei diesen Temperaturen braucht. Der Ohrenschützer war mal schmal, da hat sich dann was aufgeribbelt und nun ist er breit. Sieht zugegebenermaßen etwas komisch aus, aber es hindert ihn nicht daran, meine Ohren vor Kälte zu schützen.

Jedenfalls war das ein Versuch eines Selbstportraits mit Hilfe der Handycamera. Ich wusste nicht, wie ich sie halten sollte, auf den anderen Fotos ist nur etwas Grün, die Haarbüschel und das Autodach zu erkennen. Ich habs dann aufgegeben. Das Ding taugt eh nicht viel, es ist ein altes Schrummhändy, was zudem noch dauernd den Netzkontakt verliert.

Das Foto heiterte mich jedenfalls etwas auf. Ich war heute dann doch mal wieder an der Glotze und da kam ein Bericht über Gaza. Eine junge Mutter, die angesichts der schweren Verletzungen ihres 5jährigen Kindes die Fassung verliert. Das macht mich alles so unglaublich tieftraurig und wenn ich dann lese, was meine Schwester auf ihrem neuen Blog schreibt, werde ich noch trauriger.

Was ist das nur für ein Land, dieses Israel, was die Rechte der Palästinenser so missachtet? Ariel Sharon hat gesagt, man müsste diesen Streifen Land, eben das Gazaland, im Meer versenken.

Ob die junge Mutter ihr Kind verlieren wird?

Was ist mit den Kindern von Deir Jassin? Wer denkt noch an sie? Wer denkt an die Kinder in diesem Land, Palästina und Israel, in denen durch all das neuer Hass gepflanzt wird? Ulrich Leidholdt vom Westdeutschen Rundfunk hat heute in seinem Kommentar gefragt, ob 16 Tote in Israel durch Hamas-Raketen in sieben Jahren 300 tote Palästinenser an nur einem Tag rechtfertigen. Und dann stellte er so richtig fest, dass Israel sich durch sein völlig überzogenes Vorgehen zielsicher neuen Terror züchtet.

Wer kann angesichts dessen nicht unsagbar traurig sein? Ich bin es. Aber das hilft den Menschen da auch nicht.

Strawberry Boil Film Prodaktschn

Also ich meine, berühmt werde ich vielleicht nicht, aber ich will doch meine Kreativität in diesem Medium ausleben. Nebenstehenden Camcorder habe ich mir gekauft, nun übe ich Filmchen drehen, ist ja nicht immer einfach, aber ich lerne.

Ich werde dann meine Filmchen ins Internet stellen und hier die Adresse veröffentlichen. Aber bitte nicht lachen, ich übe doch noch!!

Vorerst fehlt mir ein Kabel, Firewire, ich weiß nicht, wo ich es habe, ich werde es mir wohl neu kaufen müssen. Aber die Filmchen, die werden gut!!

Das weiß ich!!

Hamburg

Ich war mit meiner Nichte und ihren Freundinnen (alle drei kommen aus dem Orient) in Hamburg. Hajo hat uns begleitet und den Mädels sein Hamburg gezeigt. Also der Teil, der für Teenager interessant ist: die Shoppingpassagen. Wir haben sie dann alleine losziehen lassen und natürlich waren sie bei McDonalds essen. Ich habe mir derweil die Stellen angeschaut, die leicht untergehen im Alltagsblick und darüber nachgedacht, wie ich mit 15 war. Genauso. Ich träumte von der großen weiten Welt. Mariam möchte in Hamburg studieren, oder in Berlin, und auch in London. Und München will sie sehen. Die Zeit ist himmlisch, die alles-steht-mir-offen-Zeit! Ich wollte damals nach New York. Wollte am liebsten mitten auf einer Verkehrsinsel leben. Menschen Menschen Menschen um mich herum und alles stand mir offen.

Ich hätte auch auf den Mond fliegen können, ich hatte nur grad keine Zeit ;-))))

neues Fotohandy

Irgendwie ist das ja völlig überflüssig, eine Camera in einem Handy, welche noch dazu eine wirklich schlechte Bildqualität liefert. Naja, dafür kann man dann aber mit dem Handy und einem dazugehörigen „Head-Set“ (früher hieß das mal Kopfhörer) gute Musik hören. Video-Clips kann man auch gucken. Oder wie das heißt.

Ach ja, bevor ich es vergesse, telefonieren kann man mit dem Teil auch.

Glaube ich…

;-))

Beim Häuten der Zwiebel

Ich hatte einen Traum. Der war so echt, als ich wach wurde, fühlte es sich wirklich an wie erlebt. Aber es ging nicht um das Häuten der Zwiebel. Es ging um den Autor. In diesem Traum also war ich mit Günter Grass verheiratet und hatte gerade unser gemeinsames Kind geboren. Wir waren mit einigen anderen Menschen in einem alten Haus, hohe Decken, weite Räume, weitläufige Flure, viel dunkelbraunes Holz und weiß getünchte Wände. In einem solchen Flur stand ich neben einem hohen, mit Gardienen behangenen Fenster an der Wand gelehnt und stillte das Kind an der rechten Brust.

Dann betrat Günter Grass durch eine dunkle schwere Holztüre den weiten Flur, sah mich, lächelte, ihm folgten einige Literaten, wer es war, nahm ich nicht wahr, sie gingen zur nächsten Besprechung. Er bog, bevor er an mir vorbei kam, in einen anderen Flur ab, hob seinen Stock an und meinte, vergiss die linke Brust nicht.

Ich blickte auf das Kind hinunter, welches wohlig trank und dachte, ja, in der Tat, ich könnte wechseln und tat dies auch. Ich lächelte zurück, wir nickten uns beide an und er ging mit den anderen in den Flur hinein.

Ich stand noch eine Weile mit dem trinkenden Kind an der Wand, wurde von Leuten angesprochen, ob dies das Kind von Günter Grass sei, wie es dazu gekommen sei und was wir für Pläne hätten für unsere Zukunft. Alles fühlte sich so stimmig an, so richtig, ich fühlte mich in einer wunderbaren Mitte…

…dann klingelte der Wecker. Schade, der Traum war wirklich richtig gut! Was er mir wohl sagen will?

wo ich so gerne bin

Das ist mein Liebingszimmer. Das meiste ist vom Trödel, vom Sperrmüll oder bei eBay ersteigert. Der wunderschöne hässliche gelbe Sessel ist von einem alten Polizisten, der seine Wohnung aufgelöst hat. Der grüne Stuhl ist vom Sperrmüll und passend dazu habe ich den gelben Hocker bei eBay ersteigert. Ich liebe all diese Sachen, die kleinen Blumenvasen, die Bilder, fast alles vom Flohmarkt oder aber Erinnerungsstücke von meinen Großeltern.

Mein Schöpfraum

Das ist mein Schöpfraum, da schöpfe ich, was daher kommt, dass ich ein anderes Wort für kreativ suchte und im Netz gibt es einen Thesaurus und der hat dazu schöpferisch gesagt, das fand ich klasse, und dann suchte ich noch was anderes für Ort, weil es ja mein kreativer Ort ist und da stand dann Raum und das ist gut, weil genau da nehme ich mir Raum zum schöpfen. Mein Schöpfraum.

Mein Raum zum schöpfen. Dort werde ich Worte gebären. Ganz viele. Die werden dann in Büchern gesammelt. Und die werden dann verkauft.

Mein Schöpfraum.