Vorfreude

Das ist mein Vorfreudezimmer, da, wo der rote Sessel steht, da stand früher unser Weihnachtsbaum, Oma hat ihn immer gleich, mit silbernen Kugeln und Lametta, geschmückt. Ich habe diese Weihnachtszeit geliebt und ich liebe sie heute noch. Nur dass da kein Baum mehr steht. Der passt da nicht mehr hin, aber ich werde ein Plätzchen für ihn finden 😉 Und das hier, das sind meine kleine Schwester, unsere Oma und ich 1965
Und ja, ich freue mich auf die Weihnachtszeit, ich freue mich auf meinen kleinen Baum, ich freue mich auf meinen Liebsten, mit dem ich gemeinsam diese Zeit genießen werde.
Vorfreude ist schön!

Weihnachtsgedanken

Ich liebe ja bekanntlich Weihnachten und besonders Weihnachtsbäume, ich habe viele kleine Bäumchen, der hier ist im Büro und zu Hause auf meinem neuen Wohnzimmertisch sind auch ganz viele

aus Glas, aus Draht, aus Holz, aus allerlei. Ich liebe das. Ich bin sowieso ein Zeugmensch, ich brauche Zeug um mich rum. Bücher und Zeug. Dann geht es mir gut. Dann geht es mir auch in schlechten Zeiten gut. Aber jetzt habe ich grad gute Zeiten, es möge noch eine lange Weile so bleiben. Und dann fand ich heute das vierte Türchen der Hoffnung und dachte wieder an so allerlei und daran, dass ich die Adventszeit sehr mag.

Vorfreude

Warum ich seit gestern über die Weihnachtszeit nachdenke, hm, kann ich gar nicht so genau sagen, war irgendwie Thema. Jedenfalls kommt so langsam die Vorfreude auf, kann es kaum noch erwarten, die Deko rauszusuchen, die Kugeln und Sternchen aufzuhängen und überall den Glitzer zu verteilen und diese kleinen Holzfigürchen und Tischdecken und Kerzen und… hach ich freu mich darauf!!

Und Ihr so?

unser Baum

Das war unser letzter gemeinsamer Weihnachtsbaum, dieses Jahr wird unser Haus das erste Mal seit Jahrzehnten keinen Baum zu Weihnachten haben. Weil ich nicht da sein werde. Ohne Hajo halte ich es hier nicht aus.

Letzte Nacht hatte ich einen Traum: ich lebte, wieder jung geworden, mit meinen Eltern am Meer, durch mein jung geworden sein ginge es meiner Mutter wieder gut und sie hatte kein Alzheimer mehr, also die Zeit war zurück gedreht. Sie verkaufte Stoff und Vater war Busfahrer auf einem langen Holzsteg, der ins Meer führte. Da war auch ein Förderband drauf. Dann kamen Außerirdische, das waren aber irgendwie auch Menschen, die jedoch auf einem anderen Planeten wohnten. Um landen zu können brauchten sie Zeichen, die bestanden aus kleinen bunten Plastikteilchen, die man dorthin legen musste, wo sie landen sollten. Sie kamen aber nur zu bestimmten Menschen und auch nur diese konnten diese Außerirdischen sehen und mussten dann quasi heimlich diese bunten Plastikteilchen platzieren. Mir wurde gesagt, ein Außerirdischer lande auch für mich und ich solle ihm diese Teilchen also auf das Förderband legen. Ich war voller Freude. Schon kam er angeflogen, so ein Ding wie Flugzeug und Raumschiff gleichzeitig. Ich sprach noch mit meinen Eltern, sah, dass alles gut ist und stieg ein. Wir flogen los. Ein sehr netter junger Franzose mit wuschigen dunklen Locken und sehr breitem Mund. Er nehme mich nun mit auf seinen Planeten, ich freute mich. Und wann komm ich zurück? Nie mehr, sagte er zu mir, wenn du mit mir fliegst, kommst zu nie mehr zurück. Ich war völlig entsetzt, wie nie mehr, ich muss doch wieder nach meinen Eltern sehen. Nein, das ginge dann nicht mehr, wenn ich einmal mit ihm mitgeflogen sei, gäbe es kein zurück. Aber da, wo er mich hinbrächte, sei es sehr schön.

Da, wo ich jetzt bin, gibt es auch keine gemeinsamen Weihnachtsbäume mehr für mich und Hajo. Keine von ihm liebevoll zubereitete Flugente. Keine handgemachten Klöße.

Es ist tatsächlich ein anderer Planet. Wie ich all das schaffen soll, ist mir noch ein völliges Rätsel.

Weltkugeln

Dieses Jahr nun wollte ich rote Kugeln haben. Und zwar lauter unterschiedliche. Ich war in einigen Läden, die schöne Kleinigkeiten und zu Weihnachten eben auch Glaskugeln anbieten, ich stöberte bei eBay herum und habe dort etliche ersteigert. Wer weiß, wo diese Kugeln vorher gehangen haben, mir gefallen sie dieses Jahr an unserem Baum. Ich kann mich an ihm nicht satt sehen, direkt daneben steht ein Sofa, es lädt mich immer ein, darauf Platz zu nehmen und den Baum zu betrachten. Dort gibt es auch ein altes Notebook mit Internet. Und so kann ich meine Kugeln in die ganze Welt senden, sozusagen Weltkugeln ;-))

Fröhliche Weihnachten!!

Dieses Jahr wollte ich rote Kugeln haben. Nur rot, viele unterschiedliche rote Kugeln, die meisten davon bei eBay ersteigert. Der Baum sieht so schön aus, er passt so gut in unser Esszimmer. Und wir hatten wie all die Jahre ein sehr gemütliches friedliches Weihnachtsfest. Das schaffen wir ja, friedlich und gemütlich zu feiern.
Das Essen war klasse, französische Flugente vom Karlsplatz. sündhaft teuer, aber wirklich gut. Dazu handgemacht Klöße, einfach nur klasse. Rotkaut auch dazu und Erbsen.
Und die Hunde kriegten die Reste und jetzt liegen sie hier mit dicken Bäuchen und verdauen.
Und ich will nur noch ins Bett!!

Flughafenbaumplastikbeleuchtungskitsch

Vor einem Jahr oder noch länger, ich weiß es nicht mehr, war ich am Flughafen Hahn, es war zur Weihnachtszeit, wie man sieht, und darum stand dort dieses… naja, Ding, Bäumchen mag ich es nicht nennen. Was um alles in der Welt treibt Menschen dazu, solch ein Teil, ein dicker orangener Klotz mit einer grünorangenen zuckerhutähnlichen Lämpchenhalterung dort hinzustellen? Was soll das ausdrücken? Was genau hat das mit Weihnachten zu tun? Also, ich meine, genau, ich will es genau wissen. Wieso solch ein Gerät warum zu Weihnachten. Oder ist das die turbinentaugliche Flughafenvariante, die auch dann nicht umfällt, wenn ein Jet startet? Wer denkt sich ein solches Gebilde aus? Und vor allem, wozu?
Draußen ist Schneesturm, wenn es weiter so geht, sehe ich schwarz, also ich meine natürlich weiß für meinen morgigen Weg zur Arbeit. Hier fährt nichts mehr.
Ich glaube, ich lege mich jetzt mit meinem Krimi aufs Sofa. Der Ofen bollert, die Hunde dösen schon dort.

Ach, da fällt mir was ein, schickt mir doch alle Eure Weihnachtsbäume, die Ihr so findet, ich werde sie dann dort einstellen, auf meinem neuen Weihnachtsbäumeweltblog!!
samate(a)web.de und dann haben wir hoffentlich bald eine Weltbaumsammlung zusammen.

die Zeit der Kugeln

Für mich bedeutet Weihnachten auch, frühzeitig alles zu besorgen, damit ich den Baum schmücken kann. Ich mache mir da schon lange lange vorher Gedanken, welche Farbe soll es diesmal sein, nur eine Farbe, gold, oder mehrere, oder bunt oder mit Strohsternen oder… hier sind meine Bäume zu sehen über die Jahre. Dieses Jahr habe ich mich für rot entschieden und mir bei eBay und in einem wunderschönen Antiquitätenladen in Düsseldorf schon allerlei besorgt:
 

Aber ich mag es nicht, wenn meine Kugeln, mit denen ich den Baum nicht schmücke, in Kartons rumliegen, also drapiere ich sie überall in meinem Zimmer, hier in einem Korb:

 
Ich liebe den Advent und nun habe ich auch verstanden, warum das so ist. Also was dahinter steckt. Ich dachte ja immer, es sei ausschließlich die Kindheit. Aber dem ist nicht so. In dem Buch von Rüdiger Dahlke „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“ werden die Felder erklärt, Jung nennt es das kollektive Unbewusste, und Weihnachten ist ein solches Feld. Mir ist klar geworden, dass da viel mehr ist, als nur Kugeln und Geschenke. Sowieso viel mehr als der ganze Konsumrausch. Der gehört eigentlich gar nicht dazu. Der macht das ganze nur kaputt. Für Kinder ist schenken wichtig und es ist sicherlich auch schön, wenn die Erwachsenen sich was schenken. Das meine ich nicht, ich meine den regelrechten Konsumrausch. KaufenKaufenKaufen. Das hat nun mit Weihnachten nichts zu tun.
Wir wollen uns dieses Jahr erstmals gar nichts schenken. Erstens ist Hajo so krank, dass er nicht alleine in die Stadt kann, zweitens sind wir grad mal wieder restlos pleite, so haben wir beschlossen, wir lassen es einfach. Wir haben überdies auch alles ;-)) Ok, mir fehlt noch ein Pfeifenstopfer, letztes Jahr hat Hajo mir zwei „Damenpeifen“ geschenkt, ich habe den Stopfer verkrost. Vielleicht kaufe ich einen, so viel Geld müsste ich noch über haben ;-)) Und dann vielleicht eine Zigarre für ihn, und das packe ich dann ein und lege es unter den Baum, weil so gar kein Päckchen ist auch doof ;-))
Ich liebe einfach die Weihnachtszeit, ich liebe die Vorbereitungen, ich liebe das Besorgen von Kugeln, die Gedanken um den Baum, all das liebe ich. Und das Ausschmücken meines Zimmers. Wenn ich bedenke, wie es noch im Sommer hier ausgesehen hat. Ohwei. Im Mai sind ja die Hundekinder hier aufgewachsen. Dann kam die Renovierung. Das war ein Akt. Und jetzt bin ich schon fertig eingerichtet und die Kugeln haben ihren Platz. Das wollte ich auf jeden Fall, Weihnachten mit dem Zimmer fertig sein, das hat zum Glück geklappt.
Ich liebe Weihnachten wirklich!!

es weihnachtet wieder

Heute nun ist es soweit, ich dekoriere weihnachtlich:

dies ist mein kleiner Adventskranz, den ich schon seit Jahren habe.

und das ist das Trüppchen meiner Oma Berlin, das stand immer bei ihr auf der Fensterbank, in ihrem Wohnzimmer, welches jetzt mein Lieblingszimmer ist. Ich liebe die Figürchen sehr und sie bekommen jedes Jahr einen Ehrenplatz.
 
 Die kleine Pyramide ist auch wieder mit von der Partie und so hocke ich nun dort allabendlich und genieße die Vorweihnachtszeit.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

VORFREUDE AUF WEIHNACHTEN

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.
Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –
Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.
Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

Zum 1. Advent

A man looked back at his life shown as footprints in the beach sand. He complained to God saying: Oh God, when I was well and life was good I can see one pair of footprints in the sand, my own. And when time got really difficult, there are two pairs, mine and Yours, you were walking at my side. But when life became so hard and I felt like breaking down under the weight of problems and hardships, I can see only one pair of footprints in the sand! Oh God, why did you leave me all alone during that time? But God replied: Look again! The one pair of footprints you see for that time were mine. I was carrying you.

It’s over now


Es war ein schönes Fest. Wirklich. Und der Baum der Erinnerungen war wunderbar. Wir haben es uns wie immer sehr gemütlich gemacht. Nun hat das neue Jahr angefangen, es ist warm wie im Frühling, ein wenig weihnachtlich ist mir zwar immer noch, aber es ist nun vorbei. Langsam.

Auch wenn ich ihn noch stehen lasse, den Baum. Ein paar Tage. Er ist sehr schön.

noch ein wenig

Gestern habe ich eine Tarotkarte zu diesem Weihnachtsfest gezogen, es war die 9 der Kelche, da sitzt ein Mannn satt und zufrieden breit lächelnd vor einem Halbrund von 9 Kelchen. Die Deutung ist entsprechend, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Phase des Wohlbefindens und des Glücks. Es geht um Dankbarkeit für den Reichtum des Lebens, darum, fröhlich und doch gelassen und entspannt das Leben zu genießen.

Ja, so spüre ich es auch, ich habe so viel geschafft, habe dieses Weihnachten richtiggehend vorbereitet und mich entsprechend auch darauf gefreut. Ich habe es gut gemacht, so, wie ich es auch mit Mexis Öhrchen hingekriegt habe. Wir, Hajo und ich. Ganz ohne Tsunami, ohne Drama hier zu Hause, haben wir uns ruhig und überlegt an die Lösung dieses schlimmen Problems begeben und Mexi gesund gemacht. Kein Arzt hat ihm helfen können, weil keiner Ahnung hatte. Nun ist er gesund und zwar nur deshalb, weil WIR das richtige getan haben, kein anderer, wir. Wir haben uns nicht beirren lassen und nun ist Mexi gesund.

Das hat mir unglaublich Mut gemacht. Handele selber, lass dich nicht platt quatschen, glaube nicht einfach, was man dir sagt, überpruefe es und entscheide für dich. Und ziehe es auch durch.

Wir haben Mexi heil gemacht, niemand sonst. Wir. Das macht mich so froh und glücklich. Ja, ich habe hart an den 9 Kelchen gearbeitet, aber nun stehen sie da und ich kann mich zufrieden fühlen. Was ich auch tue.

Der Weg geht weiter. Doch jetzt ist ermal noch ein wenig Weihnachten angesagt und ein wenig Urlaub. Ausruhen.

Noch ein wenig.

Ich freue mich!

Ja, ich freue mich dieses Jahr auf Weihnachten!! Ich habe auch schon alles erledigt, was ich erledigen wollte, alle Karten sind geschrieben, selbst gemacht, alles ist geschmückt, gekauft, gebastelt, ich habe die Zeit gefunden und auch die Ruhe gehabt. Es fehlt nur noch der Baum. Die Kugeln und das Lametta warten schon auf ihn.

Ich freue mich wirklich riesig. Es ist das erste Weihnachtsfest nach, ja, nach was? Nach der Tsunamierkenntnis. Ich fühle mich richtig befreit, ich fühle mich seit Jahren wieder richtig gut. Ich freue mich so sehr auf Weihnachten.

Schon als kleines Mädchen war es für mich das wichtigste Fest. Kinder haben ja immer noch einen Zugang zu dem Ort, wo wir alle herkommen, sie haben noch eine Verbindung, können Dinge sehen oder hören, die Erwachsenen verschlossen bleiben. Ich denke da auch an den Film The Sixth Sense, und ich bin fest davon überzeugt, dass ich als Kind etliches erlebt habe, was den Erwachsenen wieder fremd geworden ist. Weihnachten war für mich immer in Fest des Christkindes. Da kommt ein Kind auf die Welt und beschenkt andere Kinder. Ich habe das „gewusst“, es war für mich so klar und deutlich, daran kann ich mich noch gut erinnern.

Mit dem kirchlichen Weihnachten konnte ich noch nie was anfangen. Die Kirche kannte die ersten drei Jahrhunderte nach Christi das Datum der Geburt von Jesus nicht. Und im 4. Jahrhundert entbrannte dann eine Diskussion über diesen Tag. Einige schlugen den 6. Januar vor, den Tag des Koreion, an dem die Jungfrau Kore in Alexandria Aion – die mystische Darstellung der Geburt der neuen Sonne – gebar. Heute heißt der Tag Epiphanias, die griechisch-orthodoxe Kirche feiert Weihnachten noch immer zu diesem Zeitpunkt.

Der Klerus in Rom bevorzugte das Mittwinterfest des Mithraskultes. Mithra war für die alten persischen Magier der Gott des Lichtes. Licht wurde von der Luft getragen und darum nahm man an, Mithra wohne zwischen Himmel und Erde. In der Mythologie der Magier ist Mithra aus einem Felsen geboren. Hirten haben das Wunder gesehen und beobachtet, wie er sich fast nackt aus dem Felsen rang, bekleidet war er lediglich mit der Phrygermütze (die Mithra), außerdem hatte er eine Fackel, um die Finsternis zu erleuchten. Die Hirten kamen, um das göttliche Kind anzubeten. Erinnert doch alles irgendwie an die heiligen drei Könige.

Kaiser Aurelius nun vermischte dieses Mittwinterfest mit dem griechischen Sonnenfest der Helia und nannte es „Geburtstag der unbesiegten Sonnen“. An diesem Tag, dem 25. Dezember, wurden auch andere Götter geboren: Attis, Dionysos, Osiris, der syrische Baal und viele andere Versionen des Sonnengottes. Man nannte sie Sonne der Gerechtigkeit, Licht der Welt oder auch Erlöser.

Die meisten heidnischen Mysterienkulte feierten die Geburt des göttlichen Kindes zur Wintersonnenwende. In Nordeuropa feierte die Menschen den Geburtstag ihres Herrn Freyr am dunkelsten Tag des Jahres, dem Julfest (wenn wir da nicht an IKEA denken ;-). Die Nacht der Geburt, der „Heilige Abend“, hieß Modranect (lateinisch matrum nox), Nacht der Mutter. Viele Kinder wurden dort geboren, Rhiannon gebiert ihren Sohn Pryderi, durch Isis wird Horus wieder geboren, Demeter bekommt ihre heilige Tochter Persephone, die Erdgöttin schenkt Dionysos das Leben, und in Japan kommt Amaterasu aus ihrer Höhle.

Jedenfalls setzte im Jahre 353 Papst Liberius die Geburt Jesu dann auf den 25. Dezember fest. In Rom wurde damals das Christentum zur Staatsreligion erklärt und in einem Aufwasch alle Festtage des heidnischen Kultes umgewandelt in christliche Feste. Der so entstandene christliche Weihnachtskult umfasste damit auch das heidnische Fest der Wintersonnenwende und das Fest des Aion. Die Kirche wählte ganz bewusst die Datierung des Geburtstermins von Jesus als Ersatz für den heidnischen Kalender.

Bräuche wie Weihnachtsbäume, Geschenke, Mistelzweige, Kerzen, Stechpalmensträucher, Lieder und Feiern waren alle heidnisch. Sie stammten aus der Verehrung der Göttin als Mutter des göttlichen Kindes.

Weihnachtsbäume kamen von den Pinienhainen, die nahe bei den Tempeln der Göttin lagen. Priester schnitten in der Nacht vor dem Heiligen Abend eine der heiligen Pinien, schmückten sie und trugen sie in den Tempel. Daran wurde das Bild des Attis aufgehangen. Attis ist ein Sohn der irdischen Inkarnation der Göttin, er war ein „Gott ohne Vater“, der Sohn der Jungfrau, er begleitete Kybele, die Große Mutter der Göttin, von Kleinasien nach Rom. Der Attiskult beeinflusste das frühe Christentum sehr stark, was an der „jungfräulichen Geburt“ des Christus zu erkennen ist.

Doch die Feiern der Weihnachtszeit blieben heidnisch, so dass viele Kirchenmänner verbittert diese „fleischliche Extravaganz und Ausgelassenheit“ beklagten. Die Puritaner in Massachusetts versuchten sogar, das Weihnachtsfest ganz abzuschaffen, was ihnen natürlich nicht gelang.

Neben vielen anderen Bräuchen, die mit dem Weihnachtsfest verbunden waren, gab es einige, die für heidnische Festtage typisch waren und die mir meine Großmutter selber noch erzählt hat, nämlich dass um Mitternacht des Heiligen Abends Tiere menschliche Worte sprechen.

Weihnachten ist für mich ein Mysterium. Ich liebe Weihnachten. Und ich spüre, da ist was. Etwas, was Licht und Freude bringt. Und was mit unbefleckter Empfängnis nicht das geringste zu tun hat.

Frohe Weihnachten!!

Omas Weihnachtssinger

Diese kleinen Weihnachtssängerlein gehörten meiner Oma Berlin, die, wie der Name schon sagt, aus Berlin kam. Mit ihr habe ich die letzten 10 Jahre ihres Lebens in einem Haus zusammen gewohnt. Das Haus, in dem ich jetzt noch lebe. Welches ich von meiner Oma Hassel habe. Wo Hassel liegt? In Metzkausen. Und wo das liegt? Am Ende der Welt. Fragt meinen Mann, der behauptet das.

Jedenfalls schmückte Oma Berlin jedes Jahr zum 1. Advent ihre Wohnung festlich und dazu gehörte auch diese Sängergruppe aus dem Erzgebirge. Irgendwann habe ich sie in Omas Sachen gefunden und nun haben sie einen Ehrenplatz. Viele Dinge von meinen Großmüttern haben einen Ehrenplatz. Auch viele Dinge meiner Mutter. Irgendwie waren die Frauen in unserer Familie immer die wichtigeren, die, die alles zusammen gehalten haben. Ausser wenn meine Mutter mal wieder ihre Sprengladungen verteilte, aber das ist ein anderes Thema.

Dieses Jahr jedenfalls feiere ich so richtig schön von vorne bis hinten Weihnachten. Mein Weihnachten. Mit den Figürchen und Kugeln und Pilzen und Schalen und… was es von meinen Omas sonst noch so gibt. Ohne Stress, ohne Tsunami und ohne Wirrhaari.

Wer das ist, erzähle ich Euch das nächste Mal.

Weihnachtsstimmung im Büro

Habe ich bei eBay ersteigert, ca. 60 Holzfigürchen für sage und schreibe 3 Euronen und 99 Centronen!! Mit Versandkosten waren es dann 8 Euro, ich finde das echt preiswert. Und so habe ich auch ein wenig Weihnachtsstimmung im Büro, es sieht irgendwie richtig nett aus.

Ja, mein Büro gefällt mir. Und was ich darinnen mache, gefällt mir auch sehr.

Und jetzt gehe ich mit meinem Mann zur Zweipersonennikolausfeier bei unserem Lieblingsitaliener!!

Kugeln vor 40 Jahren

Vor einigen Wochen war ich mit meinem Mann in Wuppterthal auf einem Flohmarkt. Wir kamen ziemlich spät dort an und nach kurzer Zeit wollten einge Leute ihre Sachen einfach nur noch los werden und einpacken. So auch die beiden netten älteren Frauen mit lauter Haushaltskrams. Wir wollten es partout nicht kaufen und so lächelten sie sich an, lächelten uns an, nahmen einen riesengroßen Plastiksack und stopften ihn mit Dingen voll. Unter anderem mit Kartons voller alter silberner Weihnachtskugeln.

Da war dann die Idee geboren, dass ich dieses Jahr so einen Baum mache, wie unsere Oma ihn immer gemacht hat. Mit silbernen Kugeln und echtem Lametta aus Staniolpapier. Dank eBay habe ich mir die noch fehlenden Dinge ersteigert und so werde ich also dieses Jahr einen Baum der Erinnerung schmücken. Mit richtig alten wunderschönen Weihnachtskugeln, so, wie sie damals halt Mode waren. Mit echtem Lametta. Alles in Silber.

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich dieses Jahr auf das Weihnachtsfest freue!! Ich habe es mir erkämpft, ich habe so viele Brocken beseitigt und mir dieses ruhige und beschauliche Fest erkämpft. Hajo und ich haben es bisher jedes Jahr geschafft, ein schönes Weihnachtsfest hinzukriegen. Diesmal wird es eins ohne die alten Brocken. Aber mit silbernen Kugeln. 40 Jahre alten silbernen Kugeln.

Ich freue mich so. 

alte Fotos

Verzeiht mir die alten Fotos im vorherigen Post in nicht so guter Qualität, doch ich finde, es ist ok, um sich ein Bild zu machen reicht es. Lang lange ist es her, ich kann mich aber noch an jede Situation gut erinnern. Und heute sitze ich da und habe Hitzewallungen und nun ist die Hitze weg und die Wallungen sind immer noch da herrjee so ist das Leben.

Mein Lieblingsfest ist übrigens Weihnachten. Hier das war 1964


hinter mir und meinem Vater steht meine Oma, seine Mutter, bei der ich groß geworden bin. Wir kommen grad alle ins Wohnzimmer, kurz nachdem das Christkind „da“ war! Das Wohnzimmer ist heute meine Küche, es ist alles eh zig mal umgebaut. Aber wenn ich das Foto sehe, dann kann ich alles noch riechen! Ich kann alles noch fühlen. Die Strupfhosen auf meiner Haut. Der Stoff auf dem Stuhl neben dem Ofen. Ich höre das Geräusch der Ofentüren, wenn Oma sie öffnet, um Briketts nachzuschmeißen.

Ich höre es heute noch, und ich spüre

HITZEWALLUNGEN!!!!!!!!!