Panta rhei

Panta rhei

Meine liebste Freundin Panta rhei hat gesagt, ich soll endlich weiter bloggen, will ich ja auch, aber ich muss doch zu den Pilzen und das benötigt derzeit meine ganze Energie, aber heute wird gebloggt, schließlich haben die Pilze auch einen Internetanschluss für mich, ist doch prima, oder?

Also bis nachher!!

Stories from the Middle East

My Sister!!

Heute habe ich ja sowas von geschöpft!! Diesmal aber nicht für mich sondern für meine geliebte Schwester!! Sie hat endlich eine eigene Interntseite und schreibt dort ihre Berichte in Deutsch und Englisch und ich finde das GROSSARTIG!!

Also sie schreibt, aber ich muss die Texte reinsetzen, es ist also ein gar einfaches schöpfen.

Aber ein schönes schöpfen. Lieblingsschwesterlich schönes schöpfen!!

Beamte an sich und im Besonderen

Die Entstehung des Berufsbeamtentums wurde eingeleitet durch Friedrich Wilhelm, den Kurfürsten von Brandenburg (1620 bis 1688), durch ihn wurde der Beamtenapparat eine der Hauptstützen des Staates. Als Vater des Berufsbeamtentums gilt jedoch der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I, König von Preußen (1688 bis 1740). Wer kennt nicht sein Garderegiment, die „Langen Kerls“? Außerdem hat er die noch heute von Juristen verwendeten Roben in Preußen eingeführt.

Wer wollte das nicht immer schon mal wissen?

;-))))))))

Mein Schöpfraum

Das ist mein Schöpfraum, da schöpfe ich, was daher kommt, dass ich ein anderes Wort für kreativ suchte und im Netz gibt es einen Thesaurus und der hat dazu schöpferisch gesagt, das fand ich klasse, und dann suchte ich noch was anderes für Ort, weil es ja mein kreativer Ort ist und da stand dann Raum und das ist gut, weil genau da nehme ich mir Raum zum schöpfen. Mein Schöpfraum.

Mein Raum zum schöpfen. Dort werde ich Worte gebären. Ganz viele. Die werden dann in Büchern gesammelt. Und die werden dann verkauft.

Mein Schöpfraum.

Wenn am Morgen nach getaner Nacht
dunkle Wasser fließen sanft und sacht

die ganz tief aus deiner Seele sind gekommen
von einem Ort an dem dich niemand ernst genommen

wenn diese Zeiten sich im Fühlen fast verschieben
und du nicht weißt was ist von dir geblieben

sieh den Bachlauf an
der unverändert ist
nur was Wasser nicht

das fließt

Wie man von Beginn an alles falsch macht

Man liebt Räucherstäbchen. Man hat solche Holzhalter, wo die Stäbchen reinpassen, aber da liegen die Stäbchen mehr. Sie sollen stehen. Man hat einen Räucherstäbchenständer, aber der passt nicht ins Wohnzimmer. Man überlegt.

Man sieht die grüne Obstschale aus den 70-er Jahren vom Flohmarkt. Man denkt, da passen die Stäbchen wunderbar drauf. Und die Schale passt auch ins Wohnzimmer.

Man überlegt, ob man in die Schale ein Loch bohren soll. Es besteht die Gefahr, dass dabei die Schale zerbricht. Man verwirft diese Idee. Man sucht einen Gegenstand, in den man ein Loch bohren kann. Einen Stein. Im Garten liegen viele Steine. Alle ohne Loch.

Man sucht sich den schönsten und passendsten Stein aus. Man will den Steinbohrer aus dem Keller holen. Man stellt fest, dass dieser abgebrochen ist. Man wandert umher und überlegt. Da! Ein kleiner Blumentopf, viermal größer als ein Fingerhut. Man entscheidet sich, den zum Räucherstäbchenständer umzufunktionieren. Wenn er auf dem Kopf steht, passt wunderbar ein Räucherstäbchen in diesen winzigen Räucherstäbchenständer.

Man stellt fest, dass das Loch auf der Unterseite des kleinen Blumentopfes zu groß ist und sich die Räucherstäbchen zur Seite neigen. Man überlegt, wie man das Loch verkleinern kann. Man entscheidet sich, Zahnstocher gemeinsam mit dem Räucherstäbchen hineinzustopfen. Die Räucherstäbchen stehen gerade. Man bemerkt, dass das rausholen des verbrauchten Stäbchens mitsamt dem Zahnstocher mühselig ist.

Man sieht auf dem Tisch ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel mit Holzwürfeln. Man sieht die Eins. Man denkt, ein Loch in diesen Punkt und das Räucherstäbchen passt hinein. Es ist klar, dass er Würfel alleine zu leicht ist, aber in den Blumentopf gesteckt, müsste es gehen. Denkt man.

Man bohrt ein Loch in die Eins. Da man keinen kleinen Holzbohrer hat, nimmt man eine Schraube und einen Kreuzschraubenzieher. Die Schraube dreht sich in das Loch. Kurz vor dem Durchbruch wird es immer schwieriger. Man kann das Würfelchen nicht mehr halten. Man nimmt einen Schraubenschlüssel und fixiert den Würfel. Dabei rutscht man mit der Schraubenzieherhand aus und rammt sich den Schraubenzieher in den linken Mittelfinger.

Man überlegt, wie man das Blut am besten aus dem Teppichboden bekommt.

Man versucht, den umwickelten Mittelfinger ruhig zu halten und die Schraube durch den Würfel zu drehen, kurz vor dem Durchbruch bricht der Würfel entzwei.

Man holt braunes Isolierband, weil das am besten zu der Farbe des Blumentopfes passt und klebt den Würfel zusammen. Man stopft den Würfel in den Blumentopf, so dass das Würfelloch über das Blumentopfloch passt. Dabei bricht dieser an einer Stelle entzwei. Man umwickelt auch den Blumentopf mit braunem Isolierband. Man stellt fest, dass es nicht besonders schön aussieht.

Man holt UHU, um den Würfel zu fixieren. Man entscheidet sich für das hitzebeständige, maximal 125 Grad. Man lässt es von oben in den Blumentopf fließen. Man stellt fest, dass es unten wieder raus fließt. Es tropft auf den neuen Warenkatalog von manufactum.

Bedingt dadurch, dass es unten wieder raus geflossen ist, ist das Loch in der Eins nun mit hitzebeständigem UHU 125 Grad verstopft. Man überlegt sich, das ‚Ding‘ doch noch zu retten und entschließt sich, eine Steinkugel mit Loch, die man noch in der alten Steinschmuckdose gefunden hat, in den Blumentopf zu kleben, damit dieser, nun Richtigrum stehend, mit der Kugel das Räucherstäbchen halten kann. Man fixiert die Kugel notdürftig mit einem Holzstäbchen. Man lässt UHU hitzebeständig 125 Grad drum herum in den Blumentopf fließen. Man stellt fest, dass es eeeeewig dauert. Das Telefon klingelt. Man will drangehen und versucht, die Kugel mit dem Stäbchen nach oben zu fixieren und geht ans Telefon.

Man beendet das Gespräch. Man stellt fest, dass die Kugel gekippt ist und mit dem Stäbchen auf der Seite liegt. Da das Telefonat 20 Minuten gedauert hat, ist das UHU hitzebeständig 125 Grad zäh geworden. Man versucht, die Kugel mit Hilfe des Stäbchens aufzurichten, dabei bilden sich zähe Uhufäden.

Man nimmt sich ein kleines Glas, füllt Sand hinein, stellt es in die grüne Obstschale aus den 70-er Jahren vom Flohmarkt und steckt ein Räucherstäbchen hinein. Das Räucherstäbchen steht gerade.

Man zündet das Räucherstäbchen an und versucht nun in aller Ruhe, die Uhureste von den Fingern zu bekommen.

Ohne Gewähr


Ein Gespräch zwischen Opa und mir, 1964

Ich sitze auf einer Decke auf dem Boden im Wohnzimmer. Ich darf die Decke nicht verlassen, hat Oma gesagt, vorher muss der Sand abgeklopft werden. Überall ist Sand. In den Strümpfen. Sogar im Unterhemd. Ich warte auf Oma. Aber die kommt nicht. Ich lege mich auf die Decke. Opa liegt auf dem Sofa. Wir gucken Fernseher.

Ein Mann liest vor. Das ist langweilig. Er liest Lottozahlen vor. Von gestern. Und er sagt „Ohne Gewähr“.
„Opa? Warum sind Lottozahlen ohne Pistole?“
Opa setzt sich auf und guckt mich an. „Ohne Pistole? Wie kommst Du denn auf sowas?“
„Der Mann hat doch gesagt, das ist ohne Gewehr.“
Opa lacht ganz laut. „Nein, Kind, damit ist kein Gewehr gemeint. Gewähr, mit ä.“
„Was ist ein ä?“
„Das ist ein Buchstabe. Wenn Du in die Schule kommst, dann lernst Du das alles. Ein Gewehr mit e ist was anderes als Gewähr mit ä.“
„Können die beide schießen?“
„Nein! Das Gewehr mit e kann schießen, Gewähr mit ä meint Gewährleistung, kennst Du das Wort?“
„Nein, kann das schießen?“
„Gott Kind, hör mit Deinem Schießen auf!“
„Aber wieso sagen die dann, die Lottozahlen sind ohne Pistole?“
„Gewähr! Er hat Gewähr gesagt, nicht Pistole!!“
„Aber eine Pistole ist wie ein Gewehr, nur in kleiner.“

Opas Gesicht wird ein wenig rot. Er guckt mich ernst an. „Kind, ein Gewehr kann schießen, und Gewähr mit ä meint Sicherheit, ohne Gewähr heißt also, ohne Sicherheit!“
Das verstehe ich. Weil wenn man ein Gewehr hat, ist man sicher. Dann kann man schießen. Aber wieso muss man bei Lottozahlen schießen? Das verstehe ich nicht.

„Opa, heißt das, dass die sicher sein müssen bei den Lottozahlen?“
„Ja! Ja genau, die können nicht mit Sicherheit sagen, ob die stimmen.“
„Und darum schießen die?“
„Die schießen nicht!!!!“ schreit Opa „bei Gewähr mit ä schießen die nicht!!!!“
„Und woher wissen die, ob das Gewehr ein ä hat oder nicht?“
Opa guckt mich ganz komisch an. Er legt sich wieder hin und sagt kein Wort.

Oma kommt rein mit einem Tuch, ich soll mich ausziehen und den Sand abklopfen. „Oma, Opa hat gesagt, bei den Lottozahlen haben sie keine Pistole.“ Oma guckt Opa an. „Was Du dem Kind wieder alles erzählst.“ Opa sagt nix. Ich glaube, er wird eine ganze Weile nichts sagen. Er guckt nur an die Decke. Und ich überlege, warum die beim Lotto kein Gewehr haben und doch schießen müssen. Aber ich frage Opa nicht. Ich glaube, er weiss auch nicht so genau warum.

Happy Birthday!!!

Ihr glaubt es nicht, wer heute alles Geburtstag hat!! Also, da hätten wir erstmal Hörbi, unseren Hörbi, na, der Herbert, der Grönemeyer, der wird 50. Und Joschka Fischer, der ist schon älter. Noch älter wird Hardy Krüger, mensch, den habe ich als Kind so gerne gesehen, diese Abenteuerfilme, fand ich die klasse!

Nun gut, ich bin müde. Sollen sie alleine feiern, ich gehe ins Bett.

Gute Nacht!

Nackt im Büro

Ich träume immer wieder das gleiche, seit einigen Wochen: ich bin im Büro, bin ganz jung, Anfang 20, und nackt. Allerdings bemerkt das keiner. Mir ist das nicht grad angenehm, es läßt sich aber aushalten, eben weil es keiner sehen kann.

Ich versuche dennoch zu entkommen.

Und damit sind wir wieder bei der Wirklichkeit, ich versuche es tatsächlich.

Der Anfang

Das war der Anfang. Da war ich noch die, die ich sein wollte. Schon immer zu Späßen aufgelegt. Und da komm ich auch wieder hin! Gutgut, ich sehe etwas anders aus 😉 und äh… naja, die Sache mit den Falten und falschen Zähnen und so, aber ich entdecke mich grad neu. Oder sagen wir, ich entdecke die, die ich bin.

Im Orient

Ich bin endlich wieder in Bahrain!! Zwei Jahre ging nicht, erst haben die Weißkittel mich so gut wie zerschreddert und dann hinderte mich meine deutsche Familie und deren Fähigkeit zu desaströsen Inszenierungen, die kein Ende zu nehmen schienen. Das alles ist überstanden.

Zusammengeflickt haben sie mich mit Bravour, mit geht es heute besser als jeh, und dieser Teil der Desasterfamilie ist hinfortgezogen, ins weite weite Wendland und ich habe endlich meine Ruhe.

Und gleich ist Fastenbrechen, ich habe Hunger bis unter die Arme. Ramadan ist klasse. Aber nur hier. In Deutschland ist er langweilig. Weil keiner mitmacht. Außer unserer türkischen Putzfrau. Im Büro. Aber mit der in ihrem Kämmerlein stehen und hastig Chai trinken und eine Backpflaume essen ist nicht annähernd das, was hier abgeht.